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Kautions-Cop, Der (2010)

Eine Kritik von zeckpetzki (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 02.05.2011, seitdem 267 Mal gelesen


Actionliebeskomödie ohne Action, Liebe und Komödie...01.05.2011

Manchmal ist ein Film wirklich schwer zu ertragen, aber trotzdem, man hat ja einen Auftrag, denn es gilt, eine Filmkritik zu schreiben. Also guckt man...und guckt...und guckt...aber es passiert einfach nichts, was den Betrachter aus seiner Lethargie herausreißen kann. Hier paßt einfach nichts zusammen - man wollte wohl den derzeit in Hollywood ganz ordentlich gehandelten Darstellern Butler und Aniston ein Filmchen spendieren, in dem beide weder arbeiten noch Spaß haben müssen, sondern wie auf dem Amt ( früher, heute ist man da ja ungleich motivierter...obwohl...) Dienst nach Vorschrift verrichten. Dazu gesellen sich der völlige Verzicht auf Spannung samt einhergehender unüberschaubarer Story, die ungemein blödsinnig versucht, falsche Fährten zu legen. Toll gemacht, oh Drehbuchautor, dein Lohn soll eine Backpfeife sein.

Oberflächlich betrachtet ist der Film eine Art Buddy-Movie mit Liebeskomödientouch. Aber unter der glattpolierten Oberfläche lauert...nichts. Der Film erklärt seine Ausgangssituation nicht, er wirft dem Zuseher ein paar Brocken hin, und dann soll der sein Maul halten und sich amüsieren. Macht er aber nicht, denn die Geschichte dümpelt derart zäh vor sich hin, daß man anfängt, auf die Uhr zu sehen. Wir erleben den Kautionsflüchtlingswiederbeschaffer Milo mit seinem neuesten Fang, Nicole. Diese beiden waren verheiratet, sind es aber nicht mehr. Milo soll Nicole nur abliefern, diese aber, Journalistin, ist einer heißen Spur auf der Fährte. Die dahinter stehende Krimihandlung ist aber sowas von belanglos, daß man sie auch gleich wieder vergessen kann, zumal auch die Auflösung nicht als großer Showdown daherkommt, wie auch, bei nur einem Gangster...

Stattdessen werden Stationen der gemeinsamen Reise von Milo und Nicole lieblos abgehandelt, und das gipfelt dann in einem Besuch des Hotels, in dem die beiden ihre Flitterwochen vernracht haben. Natürlich kriegen sie sich auch wieder, aber den Grund dafür muß man nicht verstehen, denn charakterliche Wandlungen sucht man ebenso vergebens wie gelungene Wortgefechte. Aniston spielt sowieso nur ihre Rolle aus Friends in gewohnter Manier, sieht auch genau so aus, und Butler hat zwar den einen oder anderen Moment, aber nur wenige...und die fallen nur auf, weil der Rest vom Film so schlecht ist. Kurzum, der Film ist ein klassischer Lebenszeitverschwender, den es unbedingt zu vermeiden gilt. In allen drei Genres Action, Komödie und Liebesfilm gibt es weitaus bessere Filme als diesen, der eine nicht funktionierende Melange ist...4/10.


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