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About a Boy oder: Der Tag der toten Ente (2002)
Eine Kritik von Schlombie (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 16.04.2009, seitdem 252 Mal gelesen
Der Abbau einer Insel...
In unserer Spaßgesellschaft wird vielen Menschen mit „About A Boy oder der Tag der toten Ente“ ein Spiegel vorgehalten. Sicherlich steckt da eine gehörige Portion Gesellschaftskritik mit drin, mit dieser wird jedoch spielerisch umgegangen. Der Film will nicht moralisch sein, er will unterhalten.
Er präsentiert uns eine griffige Hauptfigur, die mit Hugh Grant hervorragend besetzt wurde, und lässt diese in ihrer Passivität und Banalität auf eine zweite Hauptfigur stoßen. Der Junge mit dem der Mann, der sich und sein Leben im übertragenem Sinne für eine Insel hält, zu tun bekommt, ist das typische Kind das keiner will. Es ist ein widerlicher Junge, weder charakterlich noch vom Cast her der Vorzeigeteen Amerikas. Hier wird die europäische Herkunft erkennbar. Ebenso wie bei der seelenlosen erwachsenen Hauptrolle dauert es einige Zeit, bis eine gewisse Sympathie entsteht. Diese kommt bei dem Jungen zunächst durch traurige, äußere Einflüsse auf, später aber auch durch seinen Charakter, den man mit der Zeit besser kennen lernt.
Was aus dieser Begegnung und einem späteren Deal entsteht, ist eine warmherzige Geschichte, die nie die moralische Schablone nutzt, die zur besagten Filmschaffenszeit geradezu typisch gewesen wäre. Dem Zuschauer wird nicht mitgeteilt was richtig oder falsch ist, auch dann nicht, wenn die von Grant verkörperte Figur entdeckt, dass ein anderer Lebensstil ihm mehr bringt, als der bisher gelebte. Für einen Film seines Jahrzehnts ist dies lobenswert und somit kann „About A Boy“ dem ähnlich thematisierten „High Fidelity“ freundschaftlich die Hand reichen.
Fazit: Sehr angenehmer Film!
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