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Pumpkinhead II (1994)
Eine Kritik von McClane (Bewertung des Films: 5/10) eingetragen am 13.09.2004, seitdem 915 Mal gelesen
„Pumpkinhead 2“ ist die deutliche comichaftere und buntere Fortsetzung zu „Halloween Monster“.
1958 in dem Dorf Ferren Woods: Sechs Jugendliche suchen den missgebildeten Jungen Tommy (J.P. Manoux) auf, der zurückgezogen bei seiner Pflegemutter, der Hexe Osie (Lilyan Chauvin) lebt. Die jungen Männer schikanieren und triezen den armen Kerl, bevor sie ihn umbringen. Der Beginn ist sicherlich alles andere als innovativ und man kann sich denken, welche Bewandtnis er für die Geschichte hat, aber dennoch hat Regisseur Jeff Burr das Ganze doch durchaus stimmig gestaltet (z.B. ist die Szene in schwarz-weiß).
1993, selber Ort: Sean Braddock (Andrew Robinson) ist aus New York aufs Land gezogen, um all der Gewalt und Kriminalität zu entfliehen – was seiner jungen Tochter Jenny (Ami Dolenz) jedoch gar nicht in den Kram passt. Deshalb freundet sie sich direkt mit den vier Rowdys des Kaffs unter der Leitung von Danny Dixon (J. Trevor Edmond) an und unternimmt mit denen eine nächtliche Spritztour, bei der sie aus Versehen Osie anfahren. Diese Szene erinnert zum einen an „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ und zum andern an „Düstere Legenden“ (auch hier erlauben sich die Jugendlichen den Scherz ohne Licht zu fahren), die beide später entstanden.
Die Jugendlichen wollen Osie aufsuchen, die das Blut des getöteten Jungen aufbewahrt hat, um ihn wiederzuerwecken. Es kommt zum Streit mit den Jugendlichen, die anfangs nur nach ihr sehen wollen, in dessen Verlauf Danny Osie niederschlägt und das Blut stiehlt. Er vollzieht das Wiederauferstehungsritual – und erweckt damit den Rachedämon Pumpkinhead erneut…
Das Rezept von „Pumpkinhead 2“ ist noch simpler als das der Vorgängers: Im Zehn-kleine-Negerlein-Prinzip schnetzelt sich der Rachedämon durch die Reihen unliebsamer Mitmenschen, die aus dem ein oder anderen Grund seinen Zorn erweckt haben. Der gute Sheriff ermittelt und versucht natürlich die Hintergründe zu erfahren, denn auch seine Tochter schwebt wie in den Genregesetzen festgelegt jetzt auch in Gefahr. Erstaunlich schnell wird hier an die Existenz des Übernatürlichen geglaubt (im Gegensatz zu vielen anderen Horrorfilmen), aber aufgrund der kurzen Laufzeit will man sich in „Pumpkinhead 2“ auch nicht mit Nebensächlichkeiten aufhalten.
Deutlich comichafter ist der Stil des Films im Vergleich zum Vorgänger. Dies ist zum einem dem Pumpkinhead selbst anzusehen, den man hier häufiger und deutlicher vor die Kameralinse zerrt als im Vorgänger. Leider wirkt das Kostüm ab und zu etwas billig, aber an sich bleibt der Pumpkinhead einer der originelleren Horrorfieslinge. Auch die Inszenierung ist deutlich comichafter: Buntere Farben als im Vorgänger und teilweise etwas ungewöhnliche Kameraperspektiven (z.B. schräg oder auf eine Schaufel montiert).
Die Mordszenen sind nicht ohne Stil gemacht, spielen alle in düsterer Nacht und lassen den Pumpkinhead unaufhaltsam (mit schicker roter Jagdsicht) anmarschieren. Allerdings fehlt es hier stellenweise doch an Spannung, denn das Opfer steht meist doof in der Gegend rum und wird dann fachgerecht verhackstückt. Jagdszenen gibt es erst gegen Ende des Films und die Morde könnten teilweise besser eingeleitet werden (Tricks und Schockeffekte wie scheinbares Auftauchen des Viehs vermisst man hier leider). Die Effekte sind recht gelungen (nur das Monster wirkt halt stellenweise etwas zu billig) und nett anzuschauen, aber nicht übertrieben hart.
Die Darsteller können keine so rechten Begeisterungsstürme hervorrufen. Andrew Robinson als Held ist routiniert und damit noch der beste, aber die Teeniedarsteller sind agieren doch ziemlich klischeehaft und wenig überzeugend. Auch der Rest des Ensembles spielt eher mäßig und kann nicht begeistern.
Alles in allem ganz solide Horrorkost dank des comichaften Stils und des coolen Fieslings, aber auch nichts Herausragendes.
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