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Heavy Metal (1981)

Eine Kritik von McClane (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 30.01.2006, seitdem 1080 Mal gelesen


Als Verfilmung der gleichnamigen Comics und für Liebhaber dieser Musik ging in den 80ern „Heavy Metal“ als kurioses Produkt einer Ära den Start.
Eine echte Geschichte gibt es nicht stattdessen verknüpft die hirnrissige Rahmenhandlung um eine Kugel, die Böses verursacht und mit einem Mädel labert, nachdem sie dessen Papi weg geschmolzen hat, einzelne Episoden von höchst unterschiedlicher Qualität. Dass Dan O’Bannon, Regisseur von „Return of the Living Dead“ und Autor von „Lifeforce“, hier mitarbeitete, merkt man schon daran, dass eine von ihm verfasste Episode sich um Zombies an Bord eines Bombers rankt.
Leider sind die meisten Episoden relativ langweilig geraten, da aufgrund ihrer Kürze selten so was wie ein Spannungsbogen aufgebaut wird. Aber um Spannung geht es meist nicht, sondern überzogene, teilweise sehr sinnlose Gewalt, etwas Sex und was sonst noch an Primitivität drin ist. Sonderlich provokant wirkt es aber trotzdem nicht, sondern einfach nur albern und witzig ist „Heavy Metal“ trotzdem selten. Die meisten Oneliner sind eher peinlich als zündend.

In ein paar Episoden schimmert immerhin etwas Originalität durch, z.B. die an Film Noir angelehnte Episode recht früh im Film. Mit zynischen Offkommentaren und herrlich schlitzohrigen bis miesen Charakteren versehen überzeugt sie am meisten und wirkt weniger primitiv als andere Geschichten, in denen es um simple Dinge wie das Hauen und Stechen im Barbarenalltag geht (ohne dass „Heavy Metal“ hier das archaische Flair eines „Conan“ erreichen würde). So ist passagenweise große Langweile angesagt.
Auch im Bereich Musik hält der Titel dann nicht wirklich, was er verspricht. Sicher, Bands wie Black Sabbath, Blue Oyster Cult oder Nazareth haben Songs beigesteuert (auch wenn man nicht alle der Bands unbedingt zum Heavy Metal zählen kann), doch oft werden die Songs nur kurz angespielt und meist handelt es sich nicht unbedingt um Glanzstücke der jeweiligen Band. Da hatte die 2000er Fortsetzung „Heavy Metal F.A.K.K. 2“ einiges mehr auf dem Kasten, denn deren Soundtrack war exquisit.
Immerhin sind als Synchronsprecher einige bekannte Leute dabei, u.a. John Candy, Harold Ramis, Al Waxman und Eugene Levy, die allesamt mehreren Figuren über die verschiedenen Episoden hinweg ihre Stimme leihen und allesamt solide Jobs machen. Weniger überzeugend hingegen sind die zeichnerischen Qualitäten von „Heavy Metal“, denn selbst für einen 80er Jahre Film wirkt das Ganze oft ziemlich detailarm und mit wenig Mühe gezeichnet, was nicht unbedingt zum Unterhaltungswert beiträgt.

So ist „Heavy Metal“ ein unterdurchschnittliches Relikt seiner Zeit, das leider meist nur langweilt und dessen originellere Momente sowie der gute Soundtrack nur wenig retten können. Da sei dann doch eher zur 2000er Fortsetzung geraten; die ist zwar auch alles andere als ein Meisterwerk, hat jedoch immerhin eine stringente Handlung, noch bessere Musik und vor allem hört man mehr davon im Film.


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