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Fargo (1996)
Eine Kritik von John Williams (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 19.04.2006, seitdem 396 Mal gelesen
Wenn man einen Film sehen will, wo abgefahrene Charaktere in merkwürdige Situationen geraten, dann sollte man bei den beiden Coen - Werken 'The Big Lebowski' und 'Fargo' getrost zugreifen, denn Fargo stellt sich wie The Big Lebowski als höchst schwer zuzuordnender Film heraus.
Story: Jerry Lundegaard (William H. Macy) will unbedingt an eine Menge Geld kommen, so engagiert er zwei Auftragsstraftäter (gespielt von Steve Buscemi und Peter Stormare) seine Ehefrau zu entführen, um das Lösegeld, das der Schwiegervater bezahlen soll, später mit den Entführern zu teilen. Der Plan geht zunächst auf, die beiden entführen Lundegaards Ehefrau, auf dem Weg zum Versteck pflastern sie ihren Weg allerdings mit etwas viel Blut und da die beiden nicht gerade die besten Spurenverwischer sind, wird die schwangere Polizisten Marge Gunderson (Frances McDormand) auf den Fall angesetzt. Ab da läuft für die Entführungsschuldigen die Sache immer mehr aus dem Ruder.
Fargo zu beschreiben ist wahrlich schon sehr schwer, da dieser Film sowohl Kennzeichen einer Komödie, eines Dramas und eines blutigen Actionfilms mit einer Gangsterstory besitzt. Die Charaktere sind schon ziemlich unterschiedlich, die hier aufeinander losgelassen werden. Das beste Beispiel hierfür ist das Entführerpaar. Ein echt ruhiger Kerl, der nur dann spricht, wenn er irgendetwas will (Stormare) und ein nervöser, ständig redender Trottel (Buscemi). Es entstehen im Film noch kleine Unterhandlungen, die den Dramatik - und Komödienanteil vergrößern. Die Hauptstory ist nämlich eher blutig und dadurch eher ernster geraten.
Die Schauspieler sind allesamt wie für ihre Charakter geschaffen. Stormare und Buscemi geben ein echt abgefahrenes Paar ab, dem es einfach Spaß macht zuzusehen. Frances McDormand hat für ihre Rolle der Marge Gunderson sogar den Oscar gewonnen. Der Rest spielt auch ziemlich gut. Was an diesem Film auch sehr gut geraten ist, ist die Musik. Sie fällt zwar nicht groß auf, aber zwischendurch klingt das Titelthema durch. Spannung kommt auch teilweise auf, aber da es verschiedene Sub - Plots gibt hält sie sich nicht allzu lange, dafür kommt dann etwas zu lachen.
Fazit: Fargo ist eine Art Mischfilm aus verschiedenen Genren, der sowohl für Thrillerfans, als auch für Komödien - und Dramafans was zu bieten hat. 9/10 Punkte für einen der besten Unterhaltungsfilme, die es gibt.
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