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Fargo (1996)

Eine Kritik von LX (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 06.02.2004, seitdem 563 Mal gelesen


Wie will man einen Film wie "Fargo" beschreiben? Worte, die einem dazu einfallen sind grotesk, makaber, zynisch, obskur... wer keinen Zugang zu dieser Art von Humor hat, dem wird Fargo auch nicht gefallen.

Der Film spielt im verschneiten Minnesota in einer ziemlich einsamen dörflichen Gegend. Der Autohändler Jerry Lundegaard (William H. Macy, hervorragend gespielt), seines Zeichens notorischer Pechvogel, heckt einen Plan aus, um von seinem reichen Schwiegervater Geld zu bekommen, um einen Parkplatz zu bauen: Er heuert die 2 Ganoven Showalter (Steve Buscemi) und Grimsrud (Peter Stormare) an, die seine Frau entführen sollen. Mit ihnen möchte er sich dann das Lösegeld teilen... doch alles kommt ganz anders. Auf einmal ist der Schwiegervater doch bereit, in das Projekt zu investieren, aber es ist zu spät, die Aktion abzublasen. Jerrys Frau wird entführt und bei der Flucht der beiden Ganoven eskaliert die Situation.

Hier kommt die Polizistin Marge Gunderson (Frances McDormand) ins Spiel, welche nun in einer Seelenruhe dem Fall nachgeht, die ihresgleichen sucht. Währenddessen tappt Jerry verzweifelt von einem Fettnäpfchen ins nächste. Der Wagen, den Showalter und Grimsrud als "Anzahlung" für ihren Auftrag erhalten haben, wird vom Lieferer vermisst, sein Schwiegervater besteht darauf, das Lösegeld selbst zu übergeben und gegenüber Gunderson macht er alles andere als einen seriösen Eindruck.

Mehr möchte ich vom Plot eigentlich nicht verraten. Der Film ist, wie auch die übrigen Coen-Filme, gespickt mit einer Reihe skurriler Charaktere, herrlichen Dialogen und amüsanter Situationskomik. Die schauspielerische Leistung der Hauptfiguren, insbesondere Lundegaard ist so überzeugend, dass man kaum umhin kommt, ihn ob seines Pechs zu bemitleiden, auch wenn es selbst verschuldet ist.

Wer viel Action erwartet, wird von Fargo enttäuscht sein, das Tempo des Films ist eher getragen. Dennoch steigert sich die Handlung und es gibt einige Schockmomente, die den Zuschauer wieder fesseln, oder gar verstören können. Der Film, insbesondere das unerwartete makabre Finale ist nichts für schwache Nerven. Er ist definitiv nicht für jeden Geschmack, meinen hat er aber (wenn auch erst nach 2maligem Sehen) getroffen.

8/10 Punkte


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