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.com for Murder (2002)

Eine Kritik von Maichklang (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 03.02.2006, seitdem 617 Mal gelesen


Sollte dieser Cyberspacethriller eine Hommage an Hitchcock werden? Der Film startet direkt mit der berühmten Dusch-Messer-Szene aus „Psycho“ und verwendet im Verlauf Motive aus „Fenster zum Hof“(Opfer im Rollstuhl will einen Mord verhindern).Regisseur Mastorakis war sich am Ende aber nicht mehr schlüssig und bediente sich nebenher noch bei „Schweigen der Lämmer“ und „Frankenstein“.
So halbherzig wie diese Ideen zusammengesetzt wurden, verläuft auch die Story über den Onlinepsychopathen.

Frau im Rollstuhl lebt in einem computergesteuerten High-Tech-Haus. (Der Computer heißt selbstverständlich „HAL“.) Eines Abends, während sie gemeinsam mit ihrer Schwester einen Chatroom betritt, müssen sie live mit ansehen, wie ein Killer eine Frau umbringt. Doch damit nicht genug, denn der Psycho hat bereits sein nächstes Opfer im Visier…

Dieser Killer, der sich (frei) nach Goethe „Werther“ nennt, rezitiert pausenlos dessen Zeilen, die nun so gar nicht zum Bild eines sexkranken Cyberspacekillers passen. Auf technischem Gebiet ist er aber eine absolut (grüne) Leuchte, denn er kann nicht nur IP-Adressen knacken(was man ja noch nachvollziehen kann), nein er kann auch von Zuhause aus die Überwachung einer fremden Webcam übernehmen und am Ende gleich das ganze(ihm fremde) Haus steuern – Da hört´s dann doch irgendwann auf mit der Allmacht des Hackers…

Gut, man begibt sich ja auch eher in den Breich der TV-Produktion und da reicht es schon aus, mit ein paar Onlinedrohungen Spannung zu schaffen und wenn der Killer scheinbar tot im Pool liegt und wir von der DVD-Hülle wissen, dass noch etwas 20 Minuten fehlen, ist auch klar, was folgen wird.
Eine klassisch aufgebaute Dramaturgie muß aber nicht schlecht sein, und so wird es auch bei diesem Streifen nie langweilig, auch wenn man den Ablauf der Story schon früh erahnen wird.

Die Darsteller müssen keine Meisterleistung abliefern, um nicht unterzugehen. So gibt es ein Wiedersehen mit Rocksänger Huey Lewis („The Power of Love“ aus Zurück in die Zukunft) und Rodger Daltrey (The Who). Die weiblichen Parts bekleiden die Kinski-Tochter, eine mit prallem Hintern ausgestattete Nicolette Sheridan und Mindy Clarke, die hier eine biedere Polizistin mimt und leider komplett enttäuscht.

Tja, Cyberspace, Internet, das computergesteuerte Haus…
Sollte man von meinem Gehirn einmal ein Backup machen, wird sich dieser Streifen als nicht zuzuordnende „dll-Datei“ irgendwo im Hinterkopf wieder finden…
5 von 10 Punkten


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