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Ferris macht blau (1986)

Eine Kritik von MäcFly (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 01.05.2003, seitdem 784 Mal gelesen


Ferris Bueller (Matthew Broderick) hat an einem sonnigen Frühlingstag keinen Bock auf Schule und macht einfach blau. Seine Eltern kaufen ihm die vorgetäuschte Krankheit ab, wodurch einem erlebnisreichen Tag mit seiner Freundin (Mia Sara) und seinem besten Kumpel Cameron (Alan Ruck) nichts mehr im Wege steht.

"Ferris macht blau" riecht an allen Ecken und Enden nach den 80ern. Zu dieser Zeit hatte er dann auch einen großen Effekt auf die junge Generation, die hier so ziemlich alle ihrer Wunschvorstellungen in der Hauptperson erkennt. Ferris ist bei Schülern und Eltern beliebt, hat Stress mit dem Direktor, eine hübsche Freundin, lebt in den Tag hinein und will in seinem Leben hauptsächlich Spaß haben. Dies alles wird uns an einem einzigen Tag deutlich, am Tag als er zum neunten mal in diesem Jahr die Schule schwänzt. Einen roten Faden gibt es praktisch nicht, Ferris, seine Freundin und sein Kumpel hangeln sich von einem spaßigen Ausflug zum nächsten.

Spaß ist Programm, wenige ernste Töne gibt es nur zum Schluss. Vielleicht falsch, hätte man den Figuren noch etwas mehr Tiefe verliehen, wäre das mit Sicherheit noch viel lebensnäher und einfühlsamer gewesen. Doch auch so bieten sich genügend Identifikationsfiguren an und irgendeine wird zu einem passen, selbst wenn man nicht in den 80ern aufgewachsen ist. Heute noch ist "Ferris macht blau" für Teenager ein toller Spaßfilm zum eintauchen.

Viele bekannte Gesichter sind zu sehen: Neben Matthew Broderick brilliert vor allem Alan Ruck als Cameron, Mia Sara ist ein echter Blickfang für alle männlichen Zuschauer. Einen Gastauftritt hat Charlie Sheen in einem seiner ersten Filmauftritte. Ironie des Schicksals, dass er bereits hier auf einer Polizeistation wegen Drogen sitzt, quasi die spätere Rolle seines Lebens.

Selbst wer die Achtziger nicht miterlebt hat, wird sich in "Ferris macht blau" rundum wohl fühlen. Ein schöner Teeniefilm, den man sich mehrfach ansehen kann und der fast konsequent auf Spaß setzt. Der Nerv einer ganzen Generation wurde hier getroffen, es leben die 80er!


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