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Ferris macht blau (1986)

Eine Kritik von He-Man (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 26.10.2003, seitdem 736 Mal gelesen


"Ferris macht blau". Yes, das war doch mal ein Film nach meinem Geschmack. Man muss ihn einfach lieben.
Ferris ist Held eines jeden Schülers. Er tanzt Schule und Eltern auf der Nase herum und genießt mit Kumpel Cameron und seiner Freundin das Leben.
"Das Leben geht so schnell vorbei. Wenn man sich nicht mal umdreht und zurückblickt, verpasst man es vielleicht."

Dieser Satz beschreibt den Spirit dieser Komödie so gut, wie man es überhaupt nur kann.
Die Charaktere sind liebevoll herausgearbeitet und überzeugen auf ganzer Linie: Matthew Broderick als "Ferris", nach Meinung der Eltern das liebste und fleißigste Kind auf der Welt, das bei Krankheit besonders gepflegt werden muss, und das nie auf die Idee käme die Schule zu schwänzen. Bei seinen Mitschülern gilt er als eine Art Messias, der jedem mit Problemen aus der Patsche hilft und jede noch so knifflige Lage gedeichselt bekommt. Seine Schwester jedoch neidet ihm, dass er immer mit allem davonkommt. Der Schuldirektor durchschaut Ferris' Eskapaden und setzt alles daran, ihn bei seinem "neunten Fehlen" dieses Jahr zu erwischen.

Mit seiner ganzen Lebensweisheit erleuchtet uns Ferris mit direkt in die Kamera gesprochenen und an den Zuschauer gerichteten Monologen.
Der Film stellt sich gegen Erwachsenenwelt und Spießertum und vermittelt die Message, dass der eigentliche Sinn des Lebens darin besteht ebendieses zu genießen, auch mal was zu riskieren.
So, nachdem ich den Film bisher wie einen ernsten Kunststreifen beschrieben habe, hier die Relativierung: "Ferris macht blau" macht einfach nur riesig Spaß und rockt das Haus gewaltig. Cameron, Ferris' verkrampfter und stets besorgter bester Kumpel ist wahnsinnig witzig dargestellt, Mia Sara als seine Freundin ist eine Augenweide.
Eltern und Direktor werden permanent zum Narren gehalten, man fährt Ferrari, isst in den besten Restaurants und gegen Ende wird der Spirit des Films sogar noch in Musik gefasst. Ferris singt "Twist and Shout" von den Beatles.
Ich will ja nicht dass der Film nachträglich indiziert wird, aber er hat mich auf die Idee gebracht die eine oder andere Schulstunde sausen zu lassen und stattdessen "zurückzublicken, bevor es vielleicht zu spät ist".

Fazit: Unbedingte Empfehlung, der Streifen ist witzig, liebenswert, unterhaltsam, weise und mittlerweile auch kultig.


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