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Stand by Me - Das Geheimnis eines Sommers (1986)

Eine Kritik von Thurgod (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 08.02.2005, seitdem 523 Mal gelesen


Mit „Stand by Me – Das Geheimnis eines Sommers“ schuf Rob Reiner ein einfühlsam – witziges Jugendabenteuer nach dem Roman „The Body“ von Stephen King. Im Film geht es um Jugendfreundschaften, Abenteuer uns Erwachsenwerden, eingefilmt als unaufdringliches, stilles Sommerbild für die ganze Familie.

Die 50er, ein verschlafenes Nest in Oregon:
Gordon Lachance (gespielt von Will Wheaton, später bekannt als junger Crusher aus Raumschiff Enterprise) und seine Freunde Chris Chambers (Jungstar River Phoenix, der Anfang der 90er an einer Überdosis Drogen starb), Vern Tessio (Jerry O´Connell) und Teddy Duchamp (Kinderstar Corey Feldman, bekannt aus „Die Goonies“ oder auch Freitag der 13. Teil 4) bekommen heimlich mit, dass zwei Mitglieder der älteren Bande um King (fies: Kiefer Sutherland als Verkehrsrowdie und Schlägertyp) die Leiche des seit einigen Tagen vermissten Ray Brower gefunden hatten, ein Junge in ihrem Alter. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zur Fundstelle und begeben sich auf eine Wanderschaft von etwa 30 Meilen entlang einer Eisenbahnlinie durch Wald und Wiesen...

Leider habe ich die Romanvorlage nie in den Fingern gehabt, doch unabhängig davon lässt sich durchaus behaupten, dass „Stand by Me“ wirklich einer der genialsten Jugendfilme der Achtziger Jahre ist. Die Jungschauspieler machen ihre Sache ganz hervorragend, und das mit authentischer, spielerischer Leichtigkeit, dass es wirklich Spaß macht, ihnen zuzusehen und zuzuhören, egal was man selbst für ein Jahrgang ist. Das Landleben der 50er Jahre in den USA wird liebevoll nachgestellt und in Szene gesetzt, dass sich die angenehme Ruhe der Landschaften schon fast im eigenen Wohnzimmer ausbreitet, begleitet durch den hitverdächtigen Radiosound der Oldie-Ära. Die Dialoge sind mitunter sehr intelligent, da sich die Kinder teilweise mit sehr ernsten Themen auseinandersetzen, die sich mit dem Erwachsenwerden beschäftigen. Doch das Thema wird nicht unbedingt immer nur ernst angegangen; auch ironisch-satirische Einlagen verhindern, dass sich die Mundwinkel allzu weit nach unten biegen. Die verschiedenen Unterabenteuer der Reise sind absolut spannend und lassen den Film an keiner Stelle auch nur ansatzweise langweilig werden.

Auch wenn man meinen könnte, dass so manche Emotion doch etwas dick aufgetragen rüber kommt, ist der Film meiner Meinung nach absolut gelungen. Für Kinder entsteht so ein perfekter Sonntag Nachmittag, und auch die Eltern dürfen sich gerne dazusetzen und ebenfalls in angenehmer, ruhiger Sommeratmosphäre schwelgen, bis der sympathische Richard Dreyfuss als Erzähler die abschließenden Worte spricht.


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