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Letzte Exorzismus, Der (2010)

Eine Kritik von LJSilver (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 24.08.2010, seitdem 1321 Mal gelesen


Also das war er, der Film auf den alle warteten. Der Film bei dem Kinowelt vor dem Kino drauf bestand, dass alle ihre Handys, MP3-Player und Kameras abgeben mussten. Ein Film von Eli Roth - und ein weiteres Armutszeugnis für einen unfähigen Filmemacher.

Der Film will cool sein und möglichst viele Genrefilme zitieren. Rosemarie's Baby, der Exorzist, Vier im rasenden Sarg, Der Exorzismus von Emily Rose und nicht zuletzt Blair Witch Project, von dem die Pseudo-Dokumentar-Optik geklaut wurde. Das alles wird vermengt und einem unspannenden Etwas, der in der ersten Hälfte auch noch witzig sein will, wenn es den Fake-Exorzisten dabei zeigt, wie er seine Tricks fakt, um die Leute um ihr Erspartes zu bringen. Der Hauptdarsteller gibt sich auch gar keine Mühe das zu kaschieren und wirkt unfreiwillig komisch. Es halt sich aber wohlgemerkt und eine Pseudo-Dokumentation!

OK, nach einer Weile merkt selbst der doofste Fake-Exorzist, dass die 16-jährige irgendwie seltsam im Kopf ist. Eigentlich kein Wunder, bei dem fanatischen Hillbilly-Vater. Natürlich wird das mit ein paar blutrünstigen Effekten verdeutlicht, so dass unter anderem auch die Katze dran glauben muss. Man sollte aber auch erwähnen, dass die Optik dermaßen verwackelt ist, dass man eigentlich so gut wie nix sieht. Als man denkt, dass es jetzt endlich los geht, ist der Spuk aber eigentlich schon wieder vorbei. Ein paar fiese Grimassen, ein paar knackende Finger, das wars. Obwohl das Mädel vollkommen unmögliche anatomische Verrenkungen der Halswirbelsäule vollführt, kommt unserem Exorzisten-Clown dies nicht im Geringsten seltsam vor. Weil die Familie ist ja schuld - is klar! Aber was man bereits meilenweit im Voraus riecht - der übliche Plottwist - darf natürlich ebenfalls nicht fehlen und besitzt dann auch mal so etwas wie Tempo oder Horror. Geht aber auch nur ne Minute und ist ganz klar aus Blair Witch Project kopiert.

Fazit: Wie gewohnt billig dahingerotzter Schund von Eli Roth bzw. seinem Regie Handlanger. Null Spannung, deplazierter Humor und diesmal nicht einmal nennenswerter Gore sorgen für eine Schlaftablette erster Güte.


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