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Dark Angel (1990)
Eine Kritik von floair (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 27.11.2006, seitdem 372 Mal gelesen
Nach " Action Jackson " lässt es Craig R. Baxley in seiner zweiten Regiearbeit noch mehr krachen. Baxley hatte sich Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre nur auf Actionfilme spezialisiert, leider funktioniert dies heute nicht mehr. " Dark Angel " ist und bleibt eine seiner besten Arbeiten. Das Budget muss sehr ordentlich gewesen sein, denn hier geht so viel zu Bruch, dass es locker für zwei Filme gereicht hätte.
Story:
Der Partner von Cop Jack Caine ( Dolph Lundgren ) wird bei einem Deal ermordet, doch auch die Dealer müssen kurze Zeit später daran glauben und zwar durch die Waffen von einem außerirdischen Wesen ( Mathias Hues ). Zu guter Letzt bekommt Caine noch einen neuen Partner, nämlich den nervigen FBI Agenten Smith ( Brian Benben ). Zusammen versuchen sie den außerirdischen Dealer aufzuspüren, welcher immer mehr Leichen hinterlässt.
Die Story ist ein kleines Nichts und nur Aufhänger für die bombastische Action. Logiklöcher, unnütze Handlungsstränge sind hier Alltag. Doch die Rasanz macht es, denn Baxleys Film ist so schnell, dass Längen gar nicht vorkommen und sich sogar die Spannung auf ein solides Niveau einpendelt.
Die Action reisst natürlich alles, denn es knallt am laufenden Band. Allein in den ersten zehn Minuten gibt es drei Actionszenen und es geht mehr zu Bruch als in so manchen Actionfilmen. Und Baxley kann dieses ungeheure Tempo und die Zerstörungswut halten. Dutzende von Autos werden in die Luft gesprengt, sogar ganze Häuser. Sonst bietet der Film einige Shootouts, ein paar Nahkämpfe, Verfolgungsjagden und die sehr kreativen Morde des Außerirdischen. Dieser mordet mit einer Apparatur, mit welcher er die Endorphine im Gehirn des Menschen absorbieren kann. Auch seine anderen Mordwerkzeuge sorgen für einige blutige Morde. Neben der ganze Action versucht Caine noch sich wieder mit seiner Freundin Diane zu vertragen.
Zu der bombastischen Action baut man noch einiges an Humor mit ein, welcher auch wirklich gut funktioniert, vor allem die Streitereien zwischen Caine und Smith sind sehr amüsant.
Der Score von Jan Hammer ist typisch 80er Jahre. Hört sich klasse und rockig an und ist sehr vielseitig. Der beste Sound ist die Titelmusik.
Dolph Lundgren verkörpert den harten Cop Jack Caine sehr humorvoll und lässig. Hinter der harte Fassade verbirgt sich ein leidenschaftlicher Weintrinker und ein echt sympatischer Kerl. Lundgren ist kein Edelmime, aber er ist hier eindeutig der Sympathieträger.
Brian Benben kann da nicht mithalten, obwohl die Streitereien der beiden witzig sind und man Brenben den Snob wirklich abnimmt. Trotzdem bleibt er hinter Dolphi zurück.
Mathias Hues als Außerirdischer Dealer macht das was er am besten kann, nämlich verprügeln und töten. Mit ihm hat man eindeutig die richtige Wahlt getroffen, denn für diese Rolle braucht er nicht zu schauspielern, denn auf diesem Gebiet ist er eine Lachnummer.
Betsy Brantley als Caines Freundin Diane ist auch solide, genauso wie der Rest des Feldes.
Fazit:
Schwaches Drehbuch, doch die Umsetzung ist genial. Fast Non Stop Action, dazu eine gehörige Prise Humor machen den Film zu einem Spassmacher. Auch die Zerstörungswut ist allerliebst und ein Fest für die Augen. Einige blutige Details sind auch vorhanden. Der Score hört sich einfach toll an. Die Darsteller sind sehr sympatisch und humorvoll, vor allem Dolphi.
Gehirn ausschalten und sich amüsieren, ein echter Actionkracher.
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