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Dark Angel (1990)

Eine Kritik von Kiste (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 14.12.2011, seitdem 294 Mal gelesen


Polizist Jack Caine ist schon lange hinter einem schlimmen Finger her, und es wird auch nicht besser, als Caines Partner im Undercover-Einsatz getötet wird. Da reisst Jack der Geduldsfaden, er will die Mörder auf seine Weise rächen. Dazu bekommt er dann auch einen neuen Partner vom FBI, einen gewissen Laurence Smith, welcher ihm helfen soll. Doch was alle nicht wissen: Die Stadt wird von zwei Ausserirdischen heimgesucht, einer ist ein Dealer, der die Hirnmasse der Menschen als Droge braucht, und einer ist der Jäger. Und so kommen die Cops und die Gangster den Ausserirdischen voll in die Quere.

Nur mal so in den Raum gestellt, hat es jemals in einem B-Actionfilm etwas Gutes bedeutet, wenn ein Außerirdischer den Satz "Ich komme in Frieden" von sich läßt? Diesen Satz läßt unser heutiger Drogendealer vom andern Stern auch immer gern fallen, nur um dem Opfer im Anschluß ein wenig Heroin in die Blutbahn zu jagen und dann die daraus entstehenden Endorphine aus selbigen wieder abzuzapfen, da diese Flüssigkeit wohl auf seinem Heimatplanet die ultimative Top-Droge ist. Die Idee des Scripts ist dabei gar nicht mal so blöd, auch der Mensch gewinnt ja wertvolle Substanzen aus anderen Spezies wie Seren für Schlangengifte oä.
Was dieses Lundgren Frühwerk allerdings besonders auszeichnet ist seine Rasanz und Explosivität. Letzteres ist dabei durchaus wörtlich gemeint, den die zwei Aliens ballern mit Wummen um sich, bei denen nun wirklich kein Steine mehr auf dem anderen stehenbleibt, die Pyrotechniker schieben hier Überstunden. Dazu noch einen Hauch rohe Gewalt und flottes Tempo, was will man als B-Action Liebhaber denn noch mehr. Zwar gibt es ein paar kleinere Bremsraketen, wie Cops gestörte Beziehung zu seiner Gerichtsmedizinerin, die nun völlig überflüssig für die Handlung ist, aber der Gros der sonst in die knapp 90 Minuten gepackt wurde, kann sich wirklich sehen lassen. Zudem stand ein wohl gefülttes Portemonnaie zur Verfügung, so das zusätzlich noch Kohle für einige Autostunts da war.
Die Darsteller sind dabei auch einigermaßen brauchbar, aber wenn drei gelernte Kleiderschränke und ein halbes Hemd aufeinandertreffen, ist nicht mehr zu erwarten. Lundgren ist akzeptabel und kommt recht nett rüber, Hues darf mal wieder den grimmigen Terminator vom Planeten X spielen, der kaum Schuaspielkunst erfordert und Agent Smith sorgt für gelegentliche Auflockerung als Paragraphenreiter, der sich einige amüsante Wortgefechte mit Caine liefern darf. Wer auf spannende SfiFi-Action steht bekommt hier ein beinahes rundum sorglos Paket geliefert, das nur wenige Mängel beinhaltet. Thumbs up.
8/10


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