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Dark Angel (1990)
Eine Kritik von Blade Runner (Bewertung des Films: 5/10) eingetragen am 25.07.2003, seitdem 1884 Mal gelesen
"Dark Angel" ist ein Film aus Zeiten, wo Lundgrenfilme durchaus noch mit akzeptablen Budget gedreht worden sind. Dieses Werk, aus den frühen 90ern, lässt ihn als Houstoner Cop ein Alien jagen.
Jack Caine (Dolph Lundgren) ist ein angepisster, rücksichtsloser Cop, der sich am Liebsten mit seinem Vorgesetzten anlegt. Aber als sein Partner beim Versuch einen Drogenhändler hops zu nehmen getötet wird und mehrere böse Buben auf mysteriöse Weise sterben, stellt ihm das FBI einen großmäuligen, jungen Agenten zur Seite. Dieser soll ihn bei seinen Ermittlungen unterstützen. Nebenher existiert noch eine Lovestory, um Caine und eine Gerichtsmedizinerin, die aber nicht weiter ausgebaut worden ist.
Überhaupt ist er mit einer Laufzeit von 87 Minuten straff inszeniert, begeht aber ein paar inakzeptable Fehler. So zerrt Großmaul Agent Smith (Nein, nicht der Matrix-Bad-Guy) doch ziemlich an den Nerven der Zuschauer, da seine Aufgeblasenheit von Anfang an Antisympathie beschwört, die er kaum abbauen kann. Hinzu kommt, dass die Story des Alienkopfgeldjägers und des interstellaren Drogendealers erst nach fast einer Stunde mit der von Caine verknüpft wird. Davor benügt man sich mit Aufnahmen des bösen Aliens, dass seinen Opfern Heroin spritzt und dann die begehrte Flüssigkeit aus dem Hirn saugt, sowie einem kurzen Aufeinandertreffen der beiden Aliens, dessen Wummen bei jedem Schuss alles was im Wege steht in einem riesigen Feuerball explodieren lassen.
Derweil rätselt Caine wer da in der Stadt Menschen umbringt, quetscht Informanten aus, darf vor Gangstern flüchten und stattet den lokalen Bösewichten einen Besuch ab. Nett, aber der letzte Kick fehlt uns. Weiterverfolgt wird die Geschichte um die "Weißen Jungs" genau so wenig, wie der mysteriöse Vorgesetzte, der Smith umbringen will.
Als man aber vom sterbenden, guten Alien aufgeklärt wird, wer da nun die Kleinhirne der Großstädter auslöffelt, spürt man ihn auf und lässt es in einer alten Fabrik (Wo sonst?) zum Showdown kommen, wo der schwarzhaarige Dolph ihm dann zeigt, was er vom bösen Alien hält.
Fazit:
Trotz der straffen, actionreichen Inszenierung nervt das unausgegorene Drehbuch, dass so manchen Subplot einfach fallen lässt. Die blutigen Shootouts und Diskusmorde sind aber ganz nett anzusehen und da es oft recht oft knallt und explodiert, unterhält der Film recht passabel. Leider stört dabei der Versuch, ein Buddyteam im Film unterzubringen, was aber eher an Brian Benben, als an Dolph Lundgren liegt. Letzterer liefert hier nämlich einen gewohnt soliden Part ab. Nett, mehr auch nicht.
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