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Me Too - Wer will schon normal sein? (2009)
Eine Kritik von TheMarxBrother81 (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 24.01.2012, seitdem 91 Mal gelesen
Spanische Filme sind in meinem Herzen eher zwiespältig: entweder es sind knallharte Horrorfilme, die aus dem Land kommen, oder es sind Dramen wie bei Almodovar, die zwischen Ernst und Heiterkeit schwanken. Auch bei diesem Film um einen mit Down Syndrom begabten jungen Mann, der sich in eine normale Frau verliebt, gibt es eine Mischung aus Tragik und Komik. Warum die sexgeile und mit der Liebe unvertraute Frau sich auf den jungen gehandicapten Mann einlässt, hinterfragt man nicht. Sie hat einfach nur Spass mit ihm, und das bindet.
Diese Geschichte ist nicht schlecht, macht aber in meiner Mentailtät
eher einen fragenden Eindruck. Trotzdem bietet dieses Drama einen Konflikt, denn man so als Normalbürger nicht geliefert bekommt (wenn man sich nicht schon auf der Arbeit oder im Umfeld mit Behinderten befindet). Es gibt sensible Momente, wenn der Behinderte mit seiner Mutter spricht, seinen ersten Sex hat oder einfach nur von seinen Mitmenschen abgestempelt wird. Das sind realistische Momente, und das macht den Film wertvoll. Die Liebesgeschichte ist für mich nur fades Beiwerk, um die Stimmung zu gestalten und zu hinterfragen "ob man das darf" (Liebe zwischen Behinderten und Normalen).
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