Spaceballs hält sich in der Story lose an Star Wars. Einige Kernelmente aus Star Wars müssen natürlich in das Mel Brooks typische Gewand gesteckt werden. So wird aus dem Todesstern eine riesige Atmosphäre absaugende Weltraumputze und C3PO wird zu einer Anstandsdame mit Jungfrauenalarm.
Schlüsselszenen aus anderen Filmen werden hier ebenso torpediert. Besonders amüsant anzusehen ist die Alien-Geburt in der Bar.
Spaceballs schickt sich an ein typischer Mel Brooks Film zu sein. Der Humor ist wechselhaft. Einige Gags sind furchtbar infantil und sogar für meinen Geschmack (und bei mir reichen die schlechten Gags) nur noch mit einem Kopfschüttel zu würdigen. Doch der Film bietet auch echte Gaggranaten die nur so vor Ideenreichtum sprühen - die Instant-Videothek ist zum Beispiel einfah köstlich anzusehen.
Einige Witze habe ich erst nach dem dritten Genuss dieses Prachtwerkes kapiert. "Die drujüdische Prinzessin Vespa sieht garnicht drujüdisch aus." - Kein wunder, hat sie doch bei einer Nasen-OP ihre jüdische Nase durch ein anderes Modell ausgetauscht.
Schauspieler, Effekte und die begleitende Musik sind spielen durchaus in der oberen Liga mit. Da kann man nicht meckern. Besonders John Candy als Waldi konnte mir immer ein Grinsen oder mehr aufs Gesicht zaubern.
Als Star Wars Parodie würde ich den Film als durchaus gelungen ansehen. Als Parodie auf das Sci-Fi Genre allgemein ist er dann doch zu sehr an Star Wars und deren ausuferndes Merchandising angelehnt.
Bessere Filme von und mit Mel Brooks gibt es auch.
Trotzdem empfehle ich Spaceballs weiter. Den kann man sich ruhig mal antun.