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Spider-Man (2002)

Eine Kritik von florian001
eingetragen am 11.07.2008, seitdem 247 Mal gelesen


Heute, an einem freien Freitag (ach, wäre das doch häufiger so...) habe ich mir einen kleinen Filmtag eingerichtet, bestehend aus den drei Spiderman-Teilen. Ich bin zwar nicht der totale Comicfan und kenne die Spidy-Comics nicht besonders gut, aber was soll's. Selbst als B-Movie-Kucker findet man auch mal im Mainstream ein Paar gute Stücke; in diesem Falle Spiderman, Teil 1:

Ich habe oft festgestellt, dass viele Comicverfilmungen der letzten Jahre eher als "kann man mal ansehen, und dann..." gelten. Stimmt irgendwie. Den Thron der Comic-Modernfilme nimmt meines erachtens nach wie vor Batman Begins ein (und später wohl The Dark Knight).
Doch mit Spiderman hat man da als Nicht-Fan eine überaus ansehnliche Alternative. Die Geschichte mag nicht den Tiefsinn oder dramatisch-menschlichen Touch haben wie Batman Begins, aber man muss nicht immer derartige Vergleiche anstellen. 
Kurz und knapp zur Handlung: Tobey Maguire mimt den jungen Peter Parker in seiner topatschigen, streberhaften Art sehr passend, obwohl das ja nicht lange anhält. Nach dem Spinnenbiss muss er feststellen, dass seine Hände kleben und er damit Wände hochklettern kann und sogar Spinnennetze schießen kann. Nach und nach gewinnt er mehr Beherrschung über seine neuen Fähigkeiten und versucht damit bei seiner Angebeteten Mary-Jane zu landen. Nach dem Morde an seinem Onkel entschließt er sich auf Grund von Schuldgefühlen solche Dinge in Zukunft zu verhindern. Er entwickelt seinen Spider-Anzug und kämpft fortan gegen das Verbrechen. Einen Gegenspieler findet er schnell in dem Vater seines besten Freundes Harry, welcher durch ein Selbstexperiment zum Green Goblin wird.

Willem Dafoe als Bad-Guy funktioniert eigendlich grundsätzlich gut und macht als grüner Fiesling eine überzeugene Figur. Tobey funktioniert in seiner Rolle als Peter/Spider ebenfalls hervorragend und James Franco, der Harry, macht hier schon auf einen zweiten Teil scharf. Kirsten Dunst spielt gewohnt gut, eben die gewohnte Love-Interest.

An sich ist die Geschichte recht schwungvoll erzählt und bietet (für, man muss schon sagen, "damals") schicke Effekte und spektakuläre Actionszenen. Die Kämpfe zwischen Spidy und dem Goblin bieten immer wieder was fürs Auge. Die Liebesgeschichte, welche durch die gesammt Reihe an meisten Wichtigkeit abbekommt, wirkt allerdings selbst für eine Comic-Verfilmung ein bischen zu dämlich. Mary-Jane macht in kürzester Zeit mit drei verschiedenen Typen rum; wer glaubt ihr dann noch die drei magischen Worte? Naja...

Ernstnehmen sollte man das hier nicht (wie denn auch?). Der Vorlage entsprechend (soweit ich sie bislang kenne) ist Spiderman einwandfrei umgesetzt worden und bietet den Fans, was sie sehen wollen. Der Nicht-Fan, der Realismus und Tiefgang erwartet, ist hier falsch, aber ein solcher würde sich auch keinen Film mit dem Namen "Spiderman" ansehen. Wer was für Comic-Filme übrig hat und viel Action und sitzende Gags mag, sollte mal reinkucken. Es lohnt sich!

8 von 10 Punkten


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