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Dog Soldiers (2002)

Eine Kritik von LJSilver (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 09.12.2002, seitdem 745 Mal gelesen


Dog Soldiers fängt erst mal ernüchternd an:

Ein paar britische Soldaten mit Spielzeugwaffen schleichen auf einer Trainingsmission durch’s Unterholz und unterhalten sich über Fußball, Frauen usw. Dass die Uniformen aber keine echten sind, sieht man auf den ersten Blick. Die kommen direkt aus dem Military-Shop. Also auf den 1. Blick doch eher ein flaches B-Movie statt des erhofften Horrorknallers?

Weit gefehlt! Sobald die Nacht hereinbricht, geht es ab! Und wie! Zuerst wird eine 2. Einheit brutal niedergemetzelt, deren funktionierende Waffen und einziger Überlebender von den Soldaten aufgelesen werden. Doch warum hatten die anderen funktionierende Waffen und schienen sie zu verfolgen? Ein Rätsel, dass mit zur Spannung beiträgt und gegen Ende eine faustdicke Überraschung bietet.

Nachdem die Monster auch unsere Helden zu dezimieren beginnen, werden sie von einer Forscherin gerettet und in ein abgelegenes Bauernhaus gelotst, wo man sich verschanzt. Doch diese entpuppt sich ebenfalls als tödliche Falle, denn die Werwölfe, die hinter den Soldaten her sind, haben ein Trumpf im Ärmel…

Dog Soldiers fängt wie angedeutet ziemlich lahm an und baut sich langsam aber sicher zu einem Schlachtfest für Freunde des gepflegten B-Horrors auf. Tolle Splattereffekte am laufenden Band, gute Werwolfmasken (na ja Stan Winston hätte sie noch ein wenig besser hinbekommen ;-) ) und nicht zuletzt eine beklemmende Atmosphäre treiben dem Zuschauer den Angstschweiß auf die Stirn. Dass fast der ganze Film bei Nacht spielt tut sein Übriges dazu.

Der Film benutzt das alte „Glorreiche Sieben“ bzw. „Sieben Samurai“-Schema von einer Gruppe, die belagert wird und sich was einfallen lassen muss, um dem Feind zu entrinnen. Dieses Schema funktioniert auch nach vielen Jahren noch tadellos und ist hochspannend.

Ein paar Schwächen sollen aber nicht unerwähnt bleiben. So fällt durch die Fenster immer wieder Tageslicht, obwohl der Film in der Nacht spielt und die Dummheit der Soldaten in manchen Szenen ist auch nicht gerade realistisch. Jeder Mensch hätte sofort gemerkt, welche Rolle die 2. Einheit, die niedergemetzelt wurde, spielt, aber die Herren blicken’s erst ganz am Ende.

Trotzdem eindeutig der beste Werwolf-Film seit laaaaanger Zeit. Pflichtkauf!


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