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Dog Soldiers (2002)

Eine Kritik von Ultimate87 (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 26.07.2011, seitdem 326 Mal gelesen


Soldaten gegen Werwölfe - das kann ja nur Spaß machen...

"Dog Soldiers" erzählt von einer Gruppe Soldaten, die in den schottischen Highlands eine Übungsmission gegen eine andere Einheit ausführt, alsbald aber mit menschenfressenden, mannshohen Wölfen zu tun hat.

Regisseur Neil Marshall hat mit "The Descent" 2005 einen hochspannenden Genrevertreter geschaffen, neben dem "Dog Soldiers" immer noch wie ein Kindergeburtstag aussieht. Weder wird in dem Horrorstreifen von 2002 großartig beklemmender Grusel aufgebaut, noch Figuren geschaffen, mit denen man sich identifizieren kann.
Der Film soll einfach Spaß machen, und das gelingt ihm sehr gut. Die Charaktere in "Dog Soldiers" sind derart eindimensional, dass man sie hinterher wohl wieder schnell vergessen hat, aber dennoch können sie durch coole Sprüche und die ein oder andere waghalsige Aktion ausreichend Sympathiepunkte gewinnen, so dass man nicht mit allen, aber zumindest mit einigen (insbesondere Spoon und Wells) ordentlich mitfiebern darf. Allerdings stellen sie sich für ein Kommando manchmal auch ein wenig dümmlich an. Zumindest am Anfang im Wald reden sie in einer derartigen Lautstärke miteinander, so dass man sie normalerweise bis nach London gehört hätte.

Die Filmverlauf geht von der Expedition im Wald nach ca. 30 Minuten hin zu einer verlassenen Hütte mitten im Nirgendwo, in der man sich dann gegen die Übermacht an Werwölfen zur Wehr setzt. Alles recht konventionell inszeniert, dafür mit passendem Humor. Es gibt einige Szenen, die sind schon der Brüller (Pack-die-Gedärme-wieder-rein, Spoon vs. Werwolf etc.). Spaß kommt einfach auf.
Etwas enttäuschend ist die Werwolfsmaske. Es gibt dahingehend bessere Filme. Vielleicht hat man auch ganz bewusst auf eine vollständige Transformation Mensch-Wolf verzichtet, weil man nicht die Mittel zur Verfügung hatte. Wer weiß. Die FX ist okay, nicht preisverdächtig, aber nervt auch nicht großartig.

Entsprechend der Machart des Films spielen die Darsteller keine besonders komplexen Figuren, weshalb die Schauspielleisungen solide, aber nicht außergewöhnlich sind. Trotzdem merkt man oftmals die Freude am Projekt an, denn gerade in den actionreichen Sequenzen können sie ordentlich Präsenz zeigen. Besonders gut gefallen hat mit Sean Pertwee, der Sgt. Wells verkörpert.

Fazit: "Dog Soldiers" ist so einer dieser perfekten Party-Filme, weil Humor und Action einfach stimmen. Wenn man nicht so viel über den Film nachdenkt, wird man bestens unterhalten werden.


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