Eine Kritik von Schlombie (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 16.04.2009, seitdem 217 Mal gelesen
Acht Frauen und ein Mord...
Irgendwo zwischen Kriminalfilm und Kriminalfilm-Parodie schwankt dieses ungewöhnliche Werk. Die Geschichte parodiert Agatha Christie-ähnliche Erzählweisen ohne direkt auf ein spezielles Werk zu verweisen. Auch Elemente typischer Edgar Wallace-Romane sind zu erkennen, spätestens dann wenn die Situationen im Haus immer grotesker werden. Meist sind sie geglückter Natur, lediglich ein bis zwei aufgedeckte Geheimnisse gehen selbst für diese humorvoll gemeinte Geschichte zu weit und hätten besser nie den Weg in diesen Film gefunden.
Ansonsten kann man aber nicht meckern: „8 Frauen“ ist makellos besetzt, bietet eine kurzweilige, interessante Geschichte, entlässt den Zuschauer mit einer geglückten und pointenstarken Auflösung und bleibt allein deshalb schon in bester Erinnerung, weil er sich einfach nicht wie ein Film guckt. „8 Frauen“ ist ein Theaterstück, spielt meist im selben Raum und überrascht mit musikalischen Zwischensequenzen.
Diese bieten inhaltlich nichts was man für den weiteren Storyverlauf wissen müsste (deshalb ist die fehlende Untertitelung im Deutschen zu verzeihen), lockern den Film aber ungemein auf. Musikalisch geht es mal flotter und mal langsamer zur Sache, mal etwas anstrengender mal fröhlich, aber immer interessant und angenehm.
Die Figuren sind teilweise arg extrem überzeichnet, eben auch wie es im Theater gerne mal der Fall ist. Das mag manchem negativ auffallen, ich genoss jedoch die groteske Wirkung, die damit verstärkt wurde und kann den Film nur wärmstens weiterempfehlen. Insbesonders jenen Filmfreunden, die gerne Mörderraten spielen.
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