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Hobo with a Shotgun (2011)

Eine Kritik von zeckpetzki (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 10.02.2012, seitdem 255 Mal gelesen


Schwer erträglich...10-02-2012

Rutger Hauer ist alt geworden, hat aber dennoch die Schauspielkunst nicht verlernt. Doch es ist schade um den Hauptdarsteller aus Hitcher, einem meiner Lieblingsfilme, der hier in einem miesen Billigprodukt nach Art der Troma-Studios verheizt wird. Möglicherweise ist diese Art des Filmemachens nach dem Grindhouse-Auftakt von Planet Terror wieder en vogue, doch man denkt wieder einmal nicht an das Hirn des Zusehers, sondern sepkuliert mittels des Ansprechens niederster Instinkte eigentlich nur auf dessen Geldbeutel. Billige Drehbücher sind das eine, die hat es auch in all den B-Movies der Achtziger gegeben, doch eine schlampige, grelle Umsetzung ist eine andere Sache. Wen man damit hinter dem Ofen hervorlocken will...die Zielgruppe ist mir nicht bekannt. Ich hoffe nur, daß der Trend zu derartigen Produktene schnell wieder verschwindet.

Dennoch, so schlecht fängt der Filn nun auch nicht an. Ein namenloser Tramp, eben ein Hobo, verkörpert und gelebt von Rutger Hauer, macht einen Zwischenstop in der Kleinstadt Hope. Dort regiert der Irrsinn, offener Terror herrscht auf den Straßen, die voll sind mit Kriminellen...warum das so ist, darüber schweigt der Fachmann. Irgendwann aber ist es mit dem zum Brunnen gehenden Kruge vorüber, Hobo gelangt an eine Shotgun und fängt an aufzuräumen. Wir sind hier etwa bei der Hälfte des Films, der von hier ab dramatisch in den Keller rauscht, da alle weiteren Aktionen zusehends übertriebener und unglaubwürdiger werden. Und am Ende sind zwar die meisten schrägen Typen tot, doch das interessiert den Zuseher ebenso wenig wie das Schicksal der Titelfigur.

Farbirrsinn galore, rabiate Effekte, viel Blut & Gekröse, Darstellerleistungen aus dem Knallchargentopf, in der Story weder Sinn noch Verstand...dabei hätte es so schön sein können, wenn ein Mann in eine Stadt kommt und dort aufräumt. Leider macht der Film aber überhaupt keine Freude, er schrickt zwar vor nichts zurück, läßt indes den Betrachter ob der begangenen Grausamkeiten völlig unberührt. Man hat das Gefühl, als hätten die Macher einfach jeden im Laufe des Drehs aufkommenden Einfall schnell mitverwurstet, denn nur so ist das grunddämliche Treiben irgendwie zu erklären - zu genießen ist es auch aus der Sicht des Actionfreundes leider, wie so viele Streifen der jüngeren Vergangenheit, nicht...4/10.


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