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Combat Shock (1986)

Eine Kritik von GhostShit (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 08.05.2007, seitdem 721 Mal gelesen


15 Minuten Vietnam-Gemetzel inklusive blutverschmierten Schaufensterpuppenköpfe und Original-Aufnahmen
+
60 Minuten langweiliges Nichts
+
20 Minuten Amok-Showdown
=
„Combat Shock“ – Troma’s mehr als gestörte Version vom „Taxi Driver“. Vietnam-Veteran kehrt nach jahrelanger Gefangenschaft nach Hause zurück, bekommt wegen seines Kriegstraumas nichts mehr richtig gebacken und knallt zu guter Letzt alle ab – hört sich fein an, ist es aber nicht ganz.
Gut, bei „Combat Shock“ handelt es sich um ein wahnsinnig stimmiges, ein erschreckend realistisches und ein Ekel erregend dreckiges Anti-Kriegsdrama, welches das „Troma“-Siegel wahrlich zu unrecht und wahrscheinlich nur wegen seiner billigen Machart und seiner teilweise doch sehr extremen Gewaltdarstellungen trägt.
Allerdings tritt der Plot doch die meiste Zeit auf der Stelle, wodurch sich kein wirklicher Unterhaltungswert einstellt.
Protagonist Freddie streitet mit seinen Schuldeneintreibern rum, ärgert sich über seine drogenabhängige Kumpels oder muss sich von seiner lieblosen Gemahlin ankeifen lassen… - mehr an Handlung wird im Mittelteil des Films irgendwie nicht geboten. Außer natürlich, dass Fred immer wieder von Flashbacks aus dem Krieg geplagt wird und sich immer mehr Groll und Wahnsinn in ihm aufstaut. Dies gepaart mit tristen Aufnahmen der heruntergekommenen Bronx, die unser Protagonist sein zu Hause nennt, erzeugen dann zugegebenermaßen schon so etwas wie ein auf die Stimmung drückendes Grundfeeling, gut.
Trotzdem:
Bis auf den komatös-brutalen Showdown, in dem Freddieboy mit dem Schießeisen aufräumt, und dem Baby von Fred und dessen Frau, einer mutierten Missgeburt (ja, ihr habt richtig gehört und erinnert tatsächlich an das Baby aus „Eraserhead“…) gibt’s hier eigentlich nix zu sehen.

Fazit daher:
Gewiss der ernsteste und stimmigste „Troma“-Film und auch wirklich ein absolut schonungsloses Kriegsdrama, das jeden „James Ryan“ als Bettnässer entlarvt,
unterm Strich aber leider etwas fad inszeniert.
Aber der Showdown entschädigt wenigstens ein bisschen…


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