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Combat Shock (1986)
Eine Kritik von Schwarz (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 13.03.2004, seitdem 969 Mal gelesen
"Combat Schock" ist ein Tromafilm der etwas anderen Art. Wer hier den tromatypischen, pubertären Humor sucht wird enttäuscht. Komplett in New York abgedreht zeigt der Film eindrucksvoll die Folgen des Vietnamkrieges für einen ehemaligen G.I.. Dieser lebt nach Kriegsgefangenschaft und Lazarett mit seiner Familie in einer runtergekommenen Bude, umgeben von anderen kaputten Gestalten. So treffen wir auf seinem Streifzug nach Geld zur Ernährung seiner Familie Junkies, Prostituierte, Dealer, Zuhälter und andere gescheiterte Existenzen. Wirklich hoffnungsvolle Momente werden dort schon im Keim erstickt. Während der Film noch mit durchschnittlichen Rückblenden aus dem Vietnamkrieg beginnt, entfaltet sich im Laufe der Zeit mehr und mehr die Hoffnungslosigkeit, die im totalen Desaster endet. Ähnlich wie bei "Taxi Driver" bekommt der Zuschauer immer mehr beängstigende Nähe zu dem frustrierten, gestörten Psychopathen. Für das sehr viel geringere Budget gegenüber "Taxi Driver" nutzt Regisseur Buddy Giovinazzo seine Möglichkeiten sehr geschickt. Sein Bruder Rick Giovinazzo brilliert in der Hauptrolle des schmierigen, abgefuckten, traumatisierten Vietnamveteranen. Die düstere, depressive Atmosphäre, die im Laufe des Filmes stetig aufgebaut wird, ist äußerst beeindruckend. Ebenso sind die Goreeeffekte gut und stellenweise recht hart umgesetzt.
Fazit: Grantiger Kommentar zu durchknallenden Vietnamveteranen mit Anleihen bei "Taxi Driver" und "Eraserhead". Sehr empfehlenswert ! 8/10 Punkte
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