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Crash Dive (1997)

Eine Kritik von McClane (Bewertung des Films: 1/10)
eingetragen am 06.01.2003, seitdem 496 Mal gelesen


„Crash Dive“ beweist erneut, dass Michael Dudikoff sein filmisches Schaffen doch besser recht schnell eingestellt hätte.
Diesmal ist unsere Talentwüste als James Carter zu sehen, Erfinder und Konstrukteur eines genialen Atom-U-Boots. Dieses wird zu Anfang noch einmal kontrolliert, ehe es dann in See stechen darf. Daseinsberechtigung dieser Szenen ist an sich nur die Etablierung von Dudikoff als Experte für dieses Vehikel.
Dann geht es auch auf Tauchfahrt und fängt einen Funkspruch auf, indem Zivilisten um Hilfe rufen. Diese werden auch flugs gerettet und untergebracht. Doch diese (Mann, wer hätte das gedacht?) erweisen sich als Terroristen, die dann zu fünft und unbewaffnet das komplette U-Boot übernehmen (ja ne, is’ klar). Eine von ihnen ist weiblich, damit noch ein paar lächerliche Nackt- und Sexszenen in den Film kommen.

Natürlich kann nur James Carter, der das Boot wie seine Westentasche kennt, noch eingreifen, was er nach rührseliger Bitte seines Sohnemannes auch tut. Tauchenderweise geht es an Bord und dort den Terroristen in gewohnter Manier ans Leder...
Hört sich uninteressant an? Ist es auch! Die Handlung mischt Elemente aus „Stirb langsam“ und „Jagd auf Roter Oktober“ (da mochte wohl wer McTiernan) zu einem langweiligen Plotkonstrukt. Neben diversen Logiklücken fällt dann noch ein ziemlicher Spannungsmangel auf sowie eine recht unansprechende Machart. Zudem wird jede Klischeesituation aus vergleichbaren Filmen noch mal wiederholt, bis das große Gähnen einsetzt.

Bei fünf Fieslingen ist der Actionanteil dann auch erwartungsgemäß gering. Ein bisschen Gekloppe und Geballer machen den Kohl dann auch nicht mehr fett, zumal die Szenen ohne Elan oder Innovationen inszeniert sind. Zwischendurch darf man noch ein paar Tauchsequenzen „bewundern“, die aus Kostengründen einfach aus „Crimson Tide“ übernommen wurden.
Michael Dudikoff übersteht den gesamten Filmen mit einem bis 1,5 Gesichtausdrücken, bis dann das vorhersehbare Happy End (inklusive Zusammenkommen mit vorhersehbarem Love Interest) da ist. Die Terroristen stammen aus der Klischeekiste und werden darstellerisch sogar von den Muppets geschlagen. Lustlose Nebendarsteller runden den faden Gesamteindruck ab.

Mehr Trash als Crash: Selbst hartnäckigen B-Actionfans ist von dieser Zeitverschwendung abzuraten.


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