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Crash Dive (1997)

Eine Kritik von Kiste (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 06.10.2010, seitdem 166 Mal gelesen


Das amerikanische Atom-U-Boot SSN Ulysses patrouilliert im südlichen Atlantik. Obwohl der Commander Anweisung hat, keine Passagiere an Bord zu nehmen, rettet er fünf Schiffbrüchige. Dies erweist sich als tödlicher Fehler, denn die Überlebenden entpuppen sich als Terroristen, die damit drohen, Washington atomar in die Luft zu sprengen, sollte ihrer immensen Geldforderung nicht umgehend Folge geleistet werden. U-Boot-Spezialist James Carter tritt auf den Plan, um die USA vor einer Katastrophe zu retten.
Crash Dive (z. dtsch Schnelltauchmanöver) ist mal wieder ein typischer Dudikoff B-Actioner, die in den 90ern offensichtlich wöchentlich im Zehnertakt abgedreht wurden. Die Story des Film wurde dementsprechend auch munter bei Alarmstufe Rot bzw. Die Hard zusammengeklaut, mit der Ausnahme das hier die Spielwiese eben ein U-Boot ist, sonst spielt sich das ganze vorhersehbar in der Einer-gegen-alle Rubrik ab.
Unterseeboote sind für Actioner eigentlich auch ein dankbarer Drehort, man benötigt dafür lediglich eine handvoll Sets, durch die man die Darsteller jagen kann. Immerhin sehen die Locations hier einigermaßen handwerklich authentisch aus, der Film spielt auch zu 90 Prozent innerhalb der tauchenden Blechwände. Ein dickes Minus gibts dafür, das die Außenaufnahmen des Schiffs sämtlich aus Crimson Tide raubkopiert wurden. Diese sehen zwar sehr gut aus und werten Crash Dive deutlich auf, allerdings find ich sowas unsportsmanlike Mauschelei.
Immerhin legt der Streifen ein ganz flottes Tempo vor, die 08/15 Lovestory ist zwar höchst überflüssig, bremst aber nur unwesentlich das Geschehen. Freunde der Logik sollten allerdings doch einen größeren Bogen hierum schlagen. Wenn man mal genauer überlegt, scheint so ein supidupi modernes U-Boot recht einfach zu kapern zu sein, die Backgroundstory aus dem Nachfolger ist da doch etwas intelligenter. Andereseits ist das retourkapern auch nicht sonderlich kompliziert, gleicht sich halt doch alles aus im Leben. Auf jeden Fall sind die jeweiligen Übernahmen absolut hanebüchen geschildert, das man meinen muß jeder Hamas-Azubi erledigt sowas im Handumdrehen, goodbuy worldwide security.
Die Darsteller machen ihren Job einigermaßen ordentlich, sicherlich hat keiner der Beteiligten allzu viel Herzblut vergossen und von einem Herrn Dudikoff erwartet man ja auch nicht übermäßig viel. Für einen Streifen dieser Handelsklasse reichts aber noch. Schade ist trotzdem, das man Dudis durchaus vorhandenen kämpferischen Fähigkeiten, beinahe komplett brachliegen läßt, es gibt zwar einige Infights, allerdings ohne die aus American Fighter bekannten Moves.
Insgesamt ein eher laues und stets vorhersehbares Filmchen, das keinen mehr großartig hinterm Ofen hervorlocken kann. Kann man auch mit 2 Promille anschauen, ohne von der Handlung wesentliches zu verpassen. Der Nachfolger war da irgendwie unterhaltsamer (dafür sorgte wohl schon alleine Fred Olen Ray)
4/10


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