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<![endif]-->Zack Snyder, dessen Filme ein Paradebeispiel für opulente Bildgewalten darstellen, liefert uns nun mit Sucker Punch seinen neusten Streich. Ob ihm dieser in Max- und Moritz Manier gelingt, oder ob er sich doch zu viel auf das bekanntlich geduldige Papier geschrieben hat, all das sollen die nun folgenden, Schrift gewordenen Worte klären.
Doch zunächst möchte ich noch einmal kurz auf seine bisherigen Werke eingehen.
Und so begann seine viel versprechende Karriere vor nicht allzu langer Zeit - oder anders gesagt 2004 - als Herr Snyder mit dem rundum gelungen Dawn of the Dead Remake die Welt in Begeisterungsstürme versetzte, so wie es seinerzeit George A. Romero mit seiner Kultvorlage gelang. Mit dieser fabulösen Frischzellenkur verschaffte er sich bei so manchem Filmfan einen sattelfesten Platz im Horrorfilmgenre. Sein nächstes filmisches Feuerwerk taufte er auf den lakonischen Namen „300“. Ein durchaus passender spartanischer Titel, für einen Film indem sich eben alles um die sagenumwobenen doch wortkargen Spartaner dreht. Konträr zum minimalistischen Titel gestaltete sich hierbei allerdings die brachiale Bildgewalt, die der Zuschauer in diesem Werk bestaunen durfte. Diese kann als durchaus prägend für seine weitere Filmlaufbahn bezeichnet werden, denn schon mit Watchmen folgte sein nächstes Sinnesopus. Wie bei seinen Vorgängerwerken wahrte man auch hier den bis dato Snyder-typischen rauen Grundton. Dennoch ist festzuhalten das Watchmen sein bisher düsterstes Werk repräsentiert. Daran sollte sich wohl in der nächsten Zeit nichts ändern.
Denn seine neuste Errungenschaft Sucker Punch schlägt erstmalig einen anderen Weg ein, nämlich in Richtung des experimentellen Popcornkinos.
Zugegeben, wenn es um das Thema Bilderwucht und Intensität geht, so kann uns der ambitionierte Herr Snyder auch in Sucker Punch das Geschuldete durchaus sehenswert präsentieren. Nach wie vor schafft er es mit ansprechenden Bildern die Zuschauer zu verzaubern. Doch der Zauber hält leider nicht lange an und wirkt eben nur in den Traumwelten oder besser in den Fieberfantasien der Hauptprotagonistin. Die bitte Realität scheint sowohl für das junge Mädchen als auch für den Zuschauer resistent gegen jegliche Formen der Magie zu sein. Und so hangelt man sich zunehmend gequält von Langeweile und Tristesse durch den mageren Hauptplot.
Hier versprüht unter anderem das Irrenhaus, in dem Baby Doll eingewiesen wird, den Charme eines 30er Jahre Bordells. Zu allem Überfluss residiert und überwacht ein schmieriger Mafia-Wüterich in diesem Anwesen das Tagesgeschäft. Die Mädchen die in dieser Einrichtung so zahlreich untergebracht wurden und zudem jede für sich ein wahrer Hingucker ist, dürfen sich fortan auf Betten räkeln und auf der Abendbühne ihr Tanzbein schwingen. In diesem zwielichtigen Ambiente wirken die Patientinnen mit fortlaufender Zeit immer mehr wie Halbweltdamen, die durch ihr seduktives Auftreten einen fiesen und korpulenten Koch, den unsympathischen Bürgermeister und letztlich sogar die strenge aber doch nicht so böse Tanzlehrerin begeistern. Doch keine Sorge, all das bekommt man nur teilweise zu sehen. Denn bevor diese belanglosen Szenen zu weit ausufern gibt es dankenswerterweise einen geschmeidigen Umschnitt in die Traumwelten der süßen Baby Doll. Gekleidet wie eine Animefigur im knappen Schulmädchendress, vermöbelt das Blondchen reihenweise Schurken. Unter diesen finden sich dämonische Samurais mit Gattlingguns, Zombiesoldaten aus Deutschland, Roboterfieslinge und sogar ein feuerspeiender Drache wieder. Auch das Schlachtengetümmel selbst findet dabei an den verschiedensten Austragungsorten statt. Japanische Tempelanlagen, Schützengräben, Hightech-Züge und mittelalterliche Festungsanlagen, hier ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei, fast wie bei einem Instantsüppchen aus dem Supermarktregal. Doch leider ist auch die Storysubstanz genauso nährstoffarm wie bei eben solchen Fastfoodleckereien. Denn außer den schnellen Actionszenen kann der gesamte Film inhaltlich rein gar nicht transportieren. Vor allem wenn Baby Doll aus ihren kühnen Träumen erwacht und wieder in die reale Welt zurückkehrt, würde sie das Publikum am liebsten an dieser Stelle ablösen und selbst in einen Tiefschlaf fallen.       
Doch warum scheitert es gerade an diesen Stellen, wo es doch eigentlich ein leichtes gewesen wäre etwas anspruchsvollere Drama-Elemente gekonnt einzubauen?
Anstatt ein düsteres Irrenhaus mit bedrückender Stimmung zu zeigen, könnte der Zuschauer eher meinen, ein strenges Mädcheninternat vorgesetzt zu bekommen. Nur mit dem Unterschied, dass sich in den verruchten Gefilden brutale Gangster, Kokotten und lüsterne Köche aufhalten. Diese völlig überzogene Darstellung des Etablissements dürfte der wohl größte Schwachpunkt des Films sein.
Dabei liefern gerade die jungen Darstellerinnen schauspielerisch gesehen eine grundsolide Leistung ab. Vor allem die talentierte Emily Browning, bereits bekannt aus dem Familienfilm Lemony Snicket´s Rätselhafte Ereignisse, konnte hier abermals ihr Können unter Beweis stellen. Chapeau, die junge Dame wurde also den hohen Erwartungen wieder einmal gerecht. 
Der Rest der Besatzung um Jamie Chung und Vanessa Hudgens tritt eher unauffällig in Erscheinung. Lediglich Jena Malone aka „Rocket“ wusste auf ihre Art zu gefallen.
Wiederum negativ sind mir die belanglosen Dialoge aufgefallen, die sich die Mädchen pausenlos entgegen schleudern. Substanzlose Konversationen stehen hier immer wieder an der Tagesordnung. 
Dabei ließen gerade die Anfangsworte von Baby Doll auf Besseres hoffen. Doch leider entpuppen sich diese philosophisch anmutenden Worte vielmehr als pseudointerlektuelle Worthülsen von geradezu belletristischer Natur. Sicherlich sollte man bei einem Film dieser Gattung keine lyrischen Ergüsse erwarten, doch zumindest etwas mehr Mühe beim Dialoge schreiben hätte sicherlich nicht geschadet.

Was ist nun Sucker Punch unterm Strich? Sucker Punch ist jede Menge Energie, die allerdings unkontrollierbar in alle Richtungen entweicht. Die opulenten Bilder schmeicheln dem leider ansonsten blutleeren und sinnfreien Werk. Auf düstere Settings á la Watchmen wartet der geneigte Zuschauer vergebens. Die Action ist nett anzuschauen, will sich allerdings nicht so recht in den Plot einfügen. Der ganze Film wirkt nicht sonderlich homogen sondern eher wie zusammengeschusterte Musikvideoclips in betörender Ästhetik. Schade, aber wirklich gute Unterhaltung wird anders gemacht.
Herr Snyder ich bitte Sie inständig, dass Sie uns ihren nächsten Film wieder in gewohnter Stärke präsentieren. 

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