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Goonies, Die (1985)
Eine Kritik von MäcFly (Bewertung des Films: 7/10) eingetragen am 30.10.2003, seitdem 876 Mal gelesen
Richard Donner ist mit „Die Goonies“ einer der Genre-Klassiker der 80er gelungen, unterhaltsam und ganz kindgerecht. Es ist schon ein Wahnsinn, was für eine Ansammlung gängiger Hollywood-Klischees hier zwecks Unterhaltung aufgefahren wird, was hier jedoch eher recht als schlecht ist:
Da sind die Goonies, eine Kinderbande, die auf dem Dachboden eine Schatzkarte finden, sich sogleich auf die Suche begeben, sich dabei aber gegen eine Verbrecherfamilie und viele Fallen wehren müssen. Nach zahlreichen Höhlengängen, Wasserrutschen und Rätseln kommt es schließlich auf einem, wie könnte es anders sein, Piratenschiff zum Showdown, nach dem die Kinder wie erwartet sogar noch ihre Häuser retten können, die eigentlich schon zum Abriss freigegeben wurden.
Auch die Figuren haben die typischen Eigenschaften, die so ein Film braucht. Die Goonies bestehen aus einem nervenden, kein Fettnäpfchen auslassenden Dickerchen, einem kreativen Kopf, einem Asthmatiker, einem Aufschneider, hinzu kommen eine weder hübsche noch freundliche Teenagerin, deren begehrenswerte Freundin und ein großer Bruder der Jungs, der sich in letztgenannte verliebt. Das da für jeden genug Identifikationsmöglichkeiten gegeben sind, braucht man eigentlich gar nicht mehr zu erwähnen.
Ganz hervorragend sind die schauspielerischen Leistungen, angefangen bei den Fratellis, die durchweg prominent besetzt sind, mit Anne „Schmeiß’ die Mama aus dem Zug“ Ramsey, Joe Pantoliano und einer meiner persönlichen Lieblings-Bösewichte, nämlich Robert Davi, der erst später seinen Durchbruch in „James Bond – Lizenz zum Töten“ schaffen sollte, danach leider in unzähligen B-Produktionen unterging. Von den Goonies schaffte leider keiner den großen Durchbruch, außer Sean Astin, den Sam Gamdschie aus „Der Herr der Ringe“.
Mit Sicherheit schuf Donner hier keinen melancholischen oder sentimentalen Abgesang auf die Jugendzeit, sondern ein sehr action-lastiges Kinderabenteuer, bei dem ständig was los ist, eingebettet in traumhaften Kulissen. Wer nicht das kotzen kriegt, wenn ein Klischee nach dem anderen durchgenudelt wird und über so einige logisch arg fragwürdige Stellen hinwegsehen kann, darf auch als Erwachsener noch beruhigt einschalten, ich für meinen Teil könnte mir in den Allerwertesten beißen, dass ich das als Kind verpasst habe, weshalb „Die Goonies“ bei mir nicht den ganz großen Zauber auslösten.
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