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Virgin Suicides - Verlorene Jugend, The (1999)
Eine Kritik von Ebert (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 18.06.2002, seitdem 735 Mal gelesen
Sofia Coppola's erste Regiearbeit, und sie ist redlich geglueckt. Es geht um eine Familie mit nur Toechtern, die hintereinanderweg Selbstmord begangen haben. Durch Rueckblicke auf das Verhaeltniss innerhalb der Familie, den Umgang mit Sexualitaet und Freiheit versucht der Film durch den Erzehler die Motive fuer diese Taten zu ergruenden.
Positive Punkte sind vor allem das Mimenspiel von Kirsten Dunst, die von einem zum anderen Moment von gluecklichh bis ausdruckslos/zynisch dreinschauen kann, und dies auch ueberzeugend tut. Turner und Woods als einerseits herrische Mutter und andereseits gleichgueltiger Vater (der nur seine Modelflugzeuge hat) sind auch gut verkoerpert.
Am ergreifensten ist die Szene, in der Hartnett Dunst nach erfolgtem Akt einfach auf der Wiese des Stadions liegen laesst. Die Message des Films, das naemlich das maennliche Verhalten nur sexuell orientiert ist und das Jungen und Maedchen einander nicht mehr verstehen (oder genauer die Jungen nicht die Maedchen) wird jedoch zu wenig ausgearbeitet und in den Film integriert. Jedoch: der Film erzeugt im letzten Drittel eine derartige Melancholie, der man sich schwer entziehen kann. Besonders die Szene, in der die Jungens durch Lichtzeichen ins Haus der Maedchen gelockt werden, ist fuer Kirsten Dunst, ihre ganze Mimik und Haltung, eine Glanzleistung.
Alles in allem ein hervorragender Film vom Standpunkt des erzaehlerischen Kinos her. Ausserdem zeigt Kirsten Dunst, das sie nicht nur hopsende Teenies spielen kann (bring it on), sondern auch in ernsten Rollen eine gute Leistung bringt. Sehenswert.
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