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Virgin Suicides - Verlorene Jugend, The (1999)

Eine Kritik von Moscher (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 12.01.2001, seitdem 696 Mal gelesen


Der Titel "Virgin Suicides" macht einen doch ein klein wenig neugierig. Und auch die Namen hinter dieser Produktion lassen einiges erhoffen. Da wäre beispielsweise als Produzent Francis Ford Coppola zu nennen. Als Nebendarsteller James Woods, Kathleen Turner und Danny De Vito...
Große Namen - eine große Enttäuschung...

Der Film spielt irgendwann in den 70er und handelt von einer Familie mit fünf Mädchen. Sie alle werden von ihren Eltern gut behütet - zu gut! Das geht so weit, dass die Jüngste sich mit 13 Jahren das Leben nimmt. Die Familie kommt damit nicht richtig klar und trotzdem geht ansonsten alles seinen gewohnten Gang. Irgendwann findet dann ein Schulball statt und die Mädchen dürfen ausnahmsweise dorthin (auch nur deshalb, weil der Vater Lehrer ist und Aufsicht führt).

Doch die Mädchen sind nicht so brav wie ihre Eltern es gern hätten: Schon auf dem Hinweg wird geraucht und dort dann sogar ein klein bisschen was getrunken. Und als Highlight treibt es dann auch noch eine mit einem Typen mitten auf dem Footballfeld und kommt erst am nächsten morgen nach hause.

Die Eltern ziehen Konsequenzen. Ihre Töchter kommen nicht mehr aus dem Haus und sogar jegliche Musik wird ihnen entzogen. Zu guter Letzt begehen die vier Mädchen kollektiven Selbstmord.
Warum sie das machen ? Keine Ahnung, der Film gibt darauf keine zufriedenstellene Antwort.

Fazit: Was für ein enttäuschender Film.
Literaturverfilmung hin oder her - noch lange kein Grund jeden Scheiss aus dem Roman zu übernehmen. Statt der dummen Jungen, die die ganze Laufzeit wie Falschgeld durch die Gegend rennen und darum trotz Dauerpräsenz nicht in meiner Inhaltsangabe vorkommen, wären einige intensive Szenen, die zum besseren Verständnis der Selbstmorde beigetragen hätten, sehr viel wünschenswerter gewesen. Hinzu kommt, dass das Ende und speziell der Tod der 4 Mädchen in irgendeiner Art und Weise hätte schockieren oder einen traurig stimmen müssen. Aber nix von alledem. Der Film läuft so vor sich hin, sie sterben (wurde einem ja auch schon die ganze Laufzeit über aus dem Off erzählt). Ende. Sehr klasse.

Auf mich wirkt diese Verfilmung ein wenig wie die von dem um klassen besseren American Psycho. Wie dort sollen die Figuren möglichst steril wirken. Wenn jemand stirbt, dann bitte keine Emotionen. Aber warum dann unbedingt gleich auch noch einen familientauglichen Film machen ? Keine gute Idee. Wären wir auf einer Schule und ich wäre der Lehrer, der diesen Film benoten müsste: er bekäme von mir eine 5!


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