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Wes Craven's Carnival of Souls (1998)

Eine Kritik von Schwarz (Bewertung des Films: 2/10)
eingetragen am 29.03.2005, seitdem 394 Mal gelesen


Als Kind muss Alex mit ansehen, wie ihre Mutter von deren brutalem Liebhaber Louis in Clownsmaske ermordet wird. 20 Jahre später trifft sie ihren eigentlich schon toten Boogeyman wieder, zumindest glaubt sie dieses. Nicht mehr in der Lage, die Realität von ihren Albträumen zu unterscheiden, gerät sie in Zugzwang, denn auch ihr Umfeld bemerkt, dass nichts bei Alex in Ordnung ist... Leider ist die Grundstory um Alex und ihre Schwester Sandra, die eine Kneipe führen, ein absolut ödes Fernsehspiel, so weit das Auge reicht. Furchtbar nervig ist der rührselige Mittelteil, die Schwestern spielen brav Drama im Familienbunde. Alle Charaktere um Alex herum verhalten sich dermaßen hilfsbereit und umsichtig dem armen kleinen Mäuschen gegenüber, dass das auch schon weh tut. Ein paar unheimliche Dämonen, die an die Cenobiten aus "Hellraiser" erinnern, wissen zu gefallen, das war es dann auch schon mit dem Gruselpotential. Warum so etwas als Red Edition herauskommt weiss kein Mensch, zu sehen gibt es im Goresektor nämlich nichts. Statt Thrill gibt es eine blödsinnige, völlig unverständliche Lovestory, statt Gruselatmosphäre nur leidvolle Psychomacke. Die untalentierten Darsteller wurden offensichtlich nur als hübsche Deko gecastet, abgesehen von ein paar Albträumen wirkt alles wie eine billige TV-Produktion. Von den fotografischen Qualitäten des Originals ist dieses Remake meilenweit entfernt, ebenfalls von der gelungenen Atmosphäre von Herk Harveys Gruselklassiker. Es ist kaum zu glauben, was für einen Müll Wes Craven ("Nightmare On Elm Street") und Anthony Hickox ("Waxwork") produzieren. Statt vielschichtiger oder clever verschachtelter Inszenierung gibt es hier die allzu typischen "Achtung, roter Luftballon" Mysteryeffekte, die sich bloss als alte Kamellen auf dem Geisterjahrmarkt entpuppen. Die wenigen guten und unheimlichen Momente entschädigen nicht für viel Langeweile, die die beiden unbekannten Regisseure Adam Grossmann und Ian Kessner wohl unfreiwillig zusammen abfilmten. Zumindest wirkt eine gewisse Wirrheit wie eine Notlösung am Set, das Ergebnis birgt einiges unfreiwillig mysteriöses Potential.

Fazit: Ein äußerst dürftiges Remake, da bleibt nur der Verweis auf das um Klassen bessere Original. 2/10 Punkten


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