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Minority Report (2002)

Eine Kritik von TheMainMan (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 03.10.2002, seitdem 446 Mal gelesen


Spielberg ebbt ab.... oder ich bin nicht mehr jung genug.

Nun, da begab ich mich in diesen Film genannt "Minority Report". Viele behaupten ja, dass ein schlechter Spielberg immernoch ein guter Film ist. Seit A.I. bin ich nicht mehr allzusehr davon überzeugt.
Wie dem auch sei.

Der Film fängt ganz gut an. Es kommt sogar etwas Spannung auf und man bekommt automatisch erklärt wie das System der Vorhersage von Morden funktioniert. Soweit so gut.
Der ständige bzw. die ständigen Begleiter sind natürlich Computereffekte en masse.
Danach erleben wir, wie Tom Cruise sieht, dass er selbst zum Mörder wird. An einem Mann den er nicht kennt. Er macht sich auf dieses Aufzuklären, immer die eigenen Männer im Nacken. Dabei verstrickt er sich immer weiter in die Geschichte die zum eigentlichen Mord führt.
Ein "kleines" Zeitparadoxon à la 'Wenn-ich-den-Terminator-nicht-kaputt-gemacht-hätte-dann-würde-die-Zukunft-nicht-entstehen'.

Die Geschichte weist einige Lücken auf und wird im Laufe des Films so konfus, dass der Zuschauer versucht den Geschichtsknoten zu entwirren anstatt sich auf den Film zu konzentrieren. Dann tauchen unvermittelt immer wieder Leute auf von denen man erwartet "Mensch die Gurken tauchen nochmal auf" ... Pustekuchen.
Wie gesagt alles in allem recht wirr.

Zudem kommt auch noch maximal zwei Mal Spannung im Film auf. Der Rest plätschert so dahin oder ist äusserst vorhersehbar. Ich möchte fast sagen langweilig. Huch, schon getan. Irgendwie fesselt er nicht und das sollte ein "Thriller" wohl. Denn einen eine andere Stilrichtung konnte ich irgendwie nicht herausfinden. Gut Sci-Fi mag ja sein, aber Action war gerade mittelmässig vorhanden, Spannung zu wenig und Humor in kleinen schlecht portionierten... äh ... Portionen.
Ab und zu werden mal ein paar Gags eingestreut, die aber auch nicht wirklich für Lacher sorgen können.

Der grosse, lang erwartete Moment der Entscheidung ist aber lange nicht das Ende. Stattdessen wird der Film fast schon auffällig SO weitergesponnen, dass man das Happy End fast schon schmecken kann. Hier hätte der Spielberg sicherlich besser daran getan den Film früher zu beenden, damit wäre der Film zwar etwas unbefriedigend ausgegangen aber dafür nicht so langatmig (übrigens ein kleiner Gag mit Bezug auf den Film meinerseits) und auch nicht mit einem auf Krampf gemachtem Happy End.

Trotzdem Pluspunkte gibt's noch für die Effekte und für die Leistung einiger Schauspieler. Aber das reicht eben nicht um über die lahme Story bzw. die lahm verarbeitete Story und den Konfusen Filmverlauf hinwegzuhelfen.

Der Film reicht locker um ihn sich mal in der Videothek des Vertrauens auszuleihen.

4,5/10 Punkten, Tendez zu 4


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