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No Man's Land (2001)
Eine Kritik von Prosecutor (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 23.09.2006, seitdem 255 Mal gelesen
Ein außergewöhnlicher Anti-Kriegsfilm mit satirischen und dramatischen Elementen und einem schockierend-tragischen Ende. Die Sinnlosigkeit des jugoslawischen Bürgerkriegs wird auch verbal auf den Punkt gebracht, wenn sich die Hauptfiguren, ein Bosnier und ein Serbe, wechselseitig vorwerfen: "Ihr habt doch angefangen."
Die handlungsunfähigen UN-Truppen mit ihrem inkonsequenten Auftrag, ihrer trägen und opportunistischen Führung bekommen auch ihr Fett weg, genauso wie die sensationsgeile Presse.
Der Film hat aber noch eine andere, rein menschliche Dimension: Kameradschaft und Freundschaft, die den serbischen Soldaten dazu motivieren, seinem todgeweihten Kameraden beizustehen, statt sich aus dem Staub zu machen.
Trotz seiner offensichtlichen politischen Message fesselt der von Anfang bis Ende spannende Film. Größere Schlachtszenen wie im Hollywood-Kino findet man hier nicht, wenngleich die vorkommenden Schußwechsel immer wieder für Schreckreaktionen gut sind. Wegen der letzten Kameraeinstellungen wird man ihn auch so schnell nicht vergessen.
8 von 10 Punkten sind das mindeste, was dieser Film verdient hat.
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