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Untote wie wir - Man ist so tot, wie man sich fühlt (2009)

Eine Kritik von A RetroKinski (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 08.02.2012, seitdem 381 Mal gelesen


Ein tatsächlich ungewöhnlicher Film. Ohne Rücksicht auf Verluste wird hier das Zombie und Vampire-Genre zum einen, aber auch das Drama-, Horror- und Comedy-Genre zum anderen teils gelungen, teils aber auch sehr schleppend vermischt und ähnlich ist auch mein Urteil ausgefallen: Schleppend, viel zu lange, aber gerade noch sehbar, ein paar wirklich komische Momente aber auch viel flache Witzchen, aber passable Darsteller, gute und reichliche Effekte und eine an sich ganz nette Story.

Wer durch werbetechnisch angerührte Wulff-, äh... Schwindeleien in Form von Zombedy Vergleichen mit guten Filmen der letzten Jahre wie ZOMBIELAND, SHAUN OF THE DEAD o.ä. angelockt wurde sollte schnellstens reißaus vor UNTOTE WIE WIR nehmen sonst wird er sehr enttäuscht sein.

Kurz zur Story ohne Spoiler: US-Soldat Bart Gregory (David Anders) wird im Krieg getötet wacht aber im Grab wieder auf und bittet seinen besten Freund Joey (Chris Wylde) ihm bei seinem aufkommenden Blutdurst zu unterstützen. Dies findet dieser cool und schon los geht die wilde Bluthatz...

Die beiden Jungs sind bald als eine Art Vampir-BLUES BROTHERS unterwegs und machen alles platt was nicht schnell genug flüchten kann. Moral wird am Anfang des Films schon abgegeben und Selbstjustiz hat Hochkonjunktur. Wer denkt Kriminelle sind die Bösen der hat Greg und Joey noch nicht erlebt. Der Bodycount ist entsprechend hoch und es fliegen auch Arme, Köpfe, Innereien und sonstige Körperteile durch die Luft und somit dürfen die Gorehounds unter uns schon mal die Messer wetzen. Das Ende ist unerwartet und ein hervorragender Twist. Das sind dann mal die guten Seiten.

Allerdings ist der Film vor allem in der ersten Hälfte sehr schleppend und viel zu unentschieden ob er jetzt fast drama-artig wirken will, eine Vampir Comedy sein will oder ähnliches. Mancher Gag ist peinlich zum wegschauen, andere echt kreativ (z.B. Vibrator-Szene !). Der Film gibt in den letzten 20 Minuten richtig Gas und ich hätte mir gewünscht er wäre schon in der 1. Hälfte so flott gewesen.

Die fast 2 Std. hätte man locker auf schlanke 90 Min. zusammendampfen können und der Film hätte durch diese Raffung sicherlich noch einiges gewonnen. Was bleibt ist ein durchwachsener Mix den Genrefans auf jeden Fall mitnehmen können. Alle anderen die einen Zombedy-Meilenstein erwarten sollten vor Greg und Joey flüchten so lange sie noch können.....

5/10 Leichensäcken, äh...Punkten


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