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Einer flog über das Kuckucksnest (1975)
Eine Kritik von filmimperator (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 07.04.2005, seitdem 314 Mal gelesen
Regisseur Milos Forman schuf zahlreiche grandiose Filme: eine ausufernde Mozart-Biografie mit „Amadeus“, die Biografie von Hustler-Verleger Larry Flynt im gleichnamigen Film und zuvor die Aussenseiter-Komödie „Einer flog über das Kuckucksnest“.
Jack Nicholson brilliert hier in der Rolle des Knackis Randle, der darauf geprüft werden soll, ob er geisteskrank ist und deswegen in die Klapse eingeliefert wird. Dort bringt er den Alltag der Insassen kräftig durcheinander, was die biestige Oberschwester Ratchet (Oscar für Louise Fletcher) zu unterbinden versucht…
Ebenso wie die anderen Filme des Milos Forman gestaltet sich auch dieser etwas zu statisch und dialoglastig. Der Film spielt zum größten Teil in der Nervenheilanstalt, was langweilig geworden wäre, hätte der Film ein mieses Drehbuch gehabt. Das versponnene und absurd komische Skript weiß indes zu überzeugen und gestaltet sich (wie der Film) abwechslungsreich. Die Musikuntermalung wirkt etwas quietschig und sperrig, was aber zur überdrehten Grundstimmung des Films passt. Die skurrilen Charaktere wissen auch zu überzeugen: unter anderem spielen Danny DeVito den dauergrinsenden Italiener Martini und Horror-Ikone Brad Dourif (u.a. „Chucky-Die Mörderpuppe“) einen stotternden Frauenhelden.
Alles in Allem ein etwas statisches, aber geschliffenes Juwel der Filmgeschichte. Ein aufwühlendes, witziges, anarchisches und zugleich auch trauriges Dialogstück über den ganz normalen Wahnsinn und seine Folgen.
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