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Einer flog über das Kuckucksnest (1975)
Eine Kritik von SE7EN (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 10.01.2006, seitdem 654 Mal gelesen
„Einer flog über das Kuckucksnest“ ist der Kampf zwischen Identitätsfindung und einer genormten Welt mit einer Kritik an den gesellschaftlichen Einfluss.
Will man diesen Film also bewerten, so muss man zunächst die hervorragende Idee in Form einer Gesellschaftskritik hervorheben:
Die demoralisierende Autorität der Oberschwester führt zum Verlust von Selbstwerten der ohnehin schon labilen Patienten. McMurphy fördert die Selbstständigkeit seiner Mitinsassen und befreit sie aus ihrem lethargisch routinierten Alltag. Erst mit seiner Hilfe lernen sie wieder Freude am Leben zu entwickeln, indem sie sich der Bevormundung der Schwester (somit indirekt der Normengesellschaft), widersetzen.
Für einen Film fehlt mir jedoch, trotz einer brillanten Idee, der visuelle Anspruch, denn das was man sieht ist nichts Weiteres als ein ausgesprochen gutes Theaterstück mit überaus erstklassiger Besetzung.
1975 mag der Film durchaus seine fünf Oscars Wert gewesen sein, sieht man ihn sich aber heute an so wirkt das Ganze zu monoton, spannungsarm und zu dialogreich.
Meiner Meinung nach hapert es an der Ausführung und so geht die ganze Tragik, die in den einzelnen Personen und der gesamten Institution steckt, letztlich leider unter.
Eine gute Idee und eine exzellente Besetzung reichen in meinen Augen daher nicht für eine Höchstwertung aus und so gebe ich dem Film nur
7 / 10 Punkten !
Tipp: Wer nur eine wirklich gelungene „wahnsinnige“ Atmosphäre sehen möchte, sollte sich lieber die Irrenanstaltszenen in „12 Monkeys“ ansehen. Auch wenn sie vielleicht weniger realitätsnah als in „Einer flog über das Kuckucksnest“ sind, so gefällt mir Brad Pitt als Irrer immer noch am besten. Leider ist es für ihn nur bei einer Oscarnominierung geblieben..
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