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Joint Security Area (2000)
Eine Kritik von Tai Fei (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 12.01.2008, seitdem 224 Mal gelesen
JSA ist ein gekonnt inszenierter Militär-Thriller. Die Story wird in mehreren Rückblenden erzählt, welche sich im Laufe der Handlung allmählich verändern, je näher man den wirklichen Ereignissen dieser Nacht kommt. Dadurch ist dieser Film definitiv nichts für einen Partieabend. Er erfordert schon einige Aufmerksamkeit und auch die Handlung ist durch ihren hohen Dramaanteil keine leichte Kost. Die Art und Weise der Rückblenden ist hierbei äußerst gekonnt in Szene gesetzt, wie auch die besondere Schnitttechnik welche zum Einsatz kommt. Die Fotografie des Filmes sind äußerst intensiv und spielt grandios mit Perspektiven und unorthodoxen Einstellungen, welche in der Schlusssequenz ihren Höhepunkt findet, untermalt mit einer tollen Ballade von Kim Kwang Seok Lee Yeong-ae, welche die Rolle der Ermittlerin spielt, bleibt zwar insgesamt etwas farblos, allerdings ist ihre Rolle eher der Katalysator der Handlung. Der Fokus liegt auf dem Schauspiel von Lee Byung-hun und Song Kang-ho, welche die beteiligten Soldaten auf beiden Seiten darstellen. Deren Leistung ist phantastisch. Speziell Song Kang-ho fand ich äußerst überzeugend. Diese Produktion gilt, neben Shiri, als Initialzündung des modernen koreanischen Kinos. Dabei hatte es dieser Film nicht einfach, da man sich bemüht hat, ohne politische Agitation an den Film heranzugehen, was auch in Südkorea kein leichtes Unterfangen darstellt. Gerade die Reaktionen der Befehlsebene beider Seiten im Film, auf die Schießerei, zeigt deutlich, dass sich der Film um Neutralität bemüht. Man möchte die menschliche Seite der Ereignisse einfangen, ohne politische Propaganda zu betreiben. Im Gegenteil diese wird sogar für den Humor im Film herangezogen. Zudem war die Produktion recht teuer, da man Panmunjeom, den Ort der Handlung, komplett nachbauen musste. Diese Leistungen wurden international mehrfach gewürdigt, so z.B. in Cannes und auch auf der Berlinale.
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