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Beetlejuice (1988)

Eine Kritik von niklas90 (Bewertung des Films: 3/10)
eingetragen am 19.01.2008, seitdem 647 Mal gelesen


Ein junges Ehepaar befindet sich nach einem tödlichen Autounfall in einer "Übergangswelt" zwischen dem Himmel und dem irdischen Dasein, in der sie als Geister existieren. Da nun Nachmieter in ihr Haus ziehen, sind die beiden gezwungen, einen Bio-Exorzisten namens Beetlejuice aufzusuchen, der sie vertreiben soll.
Die Story ist mittelmäßig. Die Idee von einem Leben zwischen den Welten ist nicht gerade neu und die skurrilen Figuren und Wendungen machen den Film nur anstrengend und haben nicht einmal einen Hauch von Genialität an sich, wobei sie wenigstens innovativ und einzigartig sind, was sich in diesem Fall leider auch nicht wirklich zum Guten wendet. Die Charaktere sind natürlich nicht mal ansatzweise mit Tiefe konstruiert. Das Ehepaar ist sehr sympatisch, was man von den Nachmietern natürlich nicht behaupten kann. Beetlejuice ist der "Bösewicht" und wird gar nicht charakterisiert.
Aber über eine schwache Handlung kann man bei einer Horror-Komödie noch hinwegsehen. Der Anfang des Films ist lustig und unterhaltsam, es gelingt ihm die Hauptfiguren vorzustellen und er kommt sofort zur Sache. Der Mittelteil wird zum Ende hin immer langweiliger, skurriler und dämlicher. Weder Humor noch Horror können diese Horror-Komödie retten und es kommt, wie es kommen muss, nämlich zum furchtbaren, schrillen und unfassbar langweiligen und billigen Finale.
Die Filmmusik ist schlampig und durch die schrille Art des Films, die man von Tim Burton bereits zur Genüge kennt, kann keine Atmosphäre der Angst oder Beklemmung aufgebaut werden, weswegen der Film zu keinem Zeitpunkt Spannung aufbauen kann. Humor hat der Film anfangs, doch zum Ende hin wird dieser zunehmend seltener und eigenwilliger. Die bizarren Gesichter und Masken können den Film auch nicht mehr retten und machen ihn vor allem zum Ende hin lächerlich. Burton versucht stellenweise Parodien einzubringen, zeigt dabei aber weder ein gutes Händchen, noch den nötigen Biss und Sarkasmus.
Alec Baldwin und Geena Davis sind ordentliche Geister und spielen solide, wobei man die beiden auch nicht unbedingt als lustig bezeichnen kann. Winona Ryder ist hier in einer ihrer ersten Rollen zu sehen und stellt ihr Talent unter Beweis. Michael Keaton ist in der Rolle des Beetlejuice aufgrund seiner Maske kaum erkannbar.
Zusammenfassend ist Beetlejuice eine schlechte Horror-Komödie, die durch ihren anstrengenden und skurrilen Stil, ihre Humorlosigkeit und ihre schwache Story nur langweilen kann.


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