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GoodFellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia (1990)

Eine Kritik von Filmjunkie (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 22.08.2005, seitdem 661 Mal gelesen


"Oh Tommy, you really want this punkt get away with that?"

Goodfellas: Wohl der authentischste, "klischeefreieste",intensivste Mafiafilm aller Zeiten.
Leute kommen jetzt und sagen :" Was ist mit der " Pate - Trilogy" ? "
Ich,an dieser Stelle, muss sagen, dass ich Goodfellas um Längen besser finde.

"SEIT ICH DENKEN KANN,WOLLTE ICH GANGSTER WERDEN" -Henry Hill,Brooklyn New York 1955-

Der Protagonist "Henry Hill"(Ray Liotta), in welchem sich irisches und sizilianisches Blut vereint, beobachtete den Taxistand um die Ecke schon im zarten Alter von 11 Jahren, immer mit dem Vorhaben einen kleinen bzw. grossen Gangster zu erhaschen. Fasziniert und voller Hochachtung würde er nichts lieber tun, als selber ein vollwertiges Mitglied dieser Verbrechergemeinschaft zu sein. Dieses Ziel scheint in greifbarer Nähe,als er eine Nebentätigkeit am besagten Treffpunkt ergattert und so richtig nah an seine Helden kommt und Mafialuft schnuppert.Das er die Schule dafür vernachlässigt scheint ihn weniger zu interessieren (viel mehr aber den Postboten.. :) ).

Zu besagter Zeit lernt er auch sein Idol und späteren Kumpanen Jimmy " The Gent " Conway (Robert De Niro) kennen. In diesem Moment war Henry klar,dass er auch mal so sein wollte.

Die Jahre vergingen und aus dem Laufburschen wurde ein Gangster aller erster Güte, der die richtigen Kontakte zu knüpfen wusste.Wie z.B Tommy (Joe Pesci, Oscar für diese Rolle!), der Psychophat schlecht hin. Zusammen machen sie sich daran der Unterwelt ihren Tribut zu zollen und ihrem Dasein als Gangster gerecht zu werden.


Martin Scorsese hätte die Rollen nicht besser besetzen können. Jeder spielt mit absolutem Engagement und Herzblut. Alt-Routinier De Niro (man hatte nichts anderes erwartet) überzeugt auf ein Neues und macht seinem Ruf alle Ehre ( "Nick gehörte zu jenen Menschen, die im Kino auf der Seite der Bösen standen" :D).
Ray Liotta sprüht nur so vor Spannung und macht sein Seelenleben,wo er auch gerade ist, spürbar. Einfach sensationell.
Am besten,wenn man das bei so hervorragenden Darstellern überhaupt sagen darf, ist jedoch Joe Pesci! Mit seinem überzogenem Egoismus, seiner Eitelkeit und dem Hang zur Gewalt wird er zur Schlüsselfigur. Der Zuschauer weiss nicht ob er mit Tommy symphatisieren soll oder nicht. Und genau das ist es, was Scorsese's Meisterwerk so besonders macht, was dem Film das entscheidende Plús der Überlegenheit gegenüber den anderen Meilensteinen des Gangstergenres gibt: Keine Klischees.
Alles wird nüchtern erzählt, der Zuschauer hat keine andere Wahl als das Geschehene zu akzeptieren!

Die Stimmung des Filmes reicht von familiär bis hin zu erschreckend Desillusionierend, von symphatisch warm, zu schrecklich gewalttätig. Das Auditorium ist hin und hergerissen und wird von der Couch, direkt in den Mafia-Alltag gezogen.

Viele Mosaiksteinchen in Form von Details, die so persönlich erzählte Story, die Kameraarbeit von Michael Ballhaus ("Das Fliegende Auge"), das sinnliche Schauspiel, alles fliesst zusammen in ein grossartiges Meisterwerk, ein Meilenstein des Films. "Goodfellas" und den "Paten" zu vergleichen ist sehr schwer, da die Filme wesentlich verschieden strukturiert und konzipiert sind.

Eins jedoch ist klar. Goodfellas braucht sich auf keinen Fall hinter den eben genannten Grössen zu verstecken, ganz im Gegenteil. Auf eine charmante Art und Weise, mit lustigem Dialogwitz und innovativen Details verdient es sich dieses Unum, Bestandteil einer jeden wertvollen VHS/DVD-Sammlung zu sein.

Prädikat : Aüßerst wertvoll!


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