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Pate, Der (1972)

Eine Kritik von zank (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 07.04.2005, seitdem 475 Mal gelesen


Don Vito Corleone (Marlon Brando) ist einer der mächtigsten Familienoberhäupter in ganz New York. Mit Korruption, Einfluss und viel Geschick lenkt er die Geschäfte seiner Familie. Doch eines Tages beginnt die Fassade zu bröckeln: Der geldgierige Virgil Sollozzo (Al Lettieri) schlägt dem Don den Einstieg in das Drogengeschäft vor. Vito Corleone entscheidet sich gegen die Drogen und tritt somit unbewusst eine Lawine von Gewalt, Schmerz und Trauer los. Als der Don auf offener Straße angeschossen wird, will sein jüngster Sohn, Michael Corleone (Al Pacino), ihn rächen. Nachdem dies geschehen ist, muss Michael das Land verlassen, damit Ruhe in den Strassenkrieg kommt. Die Familiengeschäfte laufen von nun an über den hitzköpfigen Sonny (James Caan), der allerdings auch bald Opfer der Konfrontation der Familien wird. Michael kehrt aus Sizilien zurück, um seinem wieder genesenen Vater unter die Arme zu greifen. Doch schon nach kurzer Zeit ist Michael auf sich allein gestellt...

"Der Pate" überzeugt in jeder einzelnen Rolle. Sowohl der Don, als auch die kleinsten Nebenrollen sind perfekt besetzt. Marlon Brando muss hier besonders gelobt werden. Er verleiht dem alternden Don eine fast legendäre Tiefe. Man fühlt bei jedem Schachzug des Dons mit, obwohl man weiß, dass auch seine Taten oft moralisch bedenklich sind. Immerhin gibt auch er Morde in Auftrag. Ebenfalls sehr überzeugend ist die Rolle des jungen Anwalts Tom Hagen (Robert Duvall). Duvall verkörpert den Familienanwalt sehr überzeugend und man kauft ihm seine Loyalität zum Don jederzeit ab. Al Pacino brennt wahrlich ein Feuerwerk ab: Er stellt den jungen Michael meisterlich dar. Man nimmt ihm seine Rolle sehr gut ab. Vor allen Dingen der Wandel vom jungen Michael zum seriösen und geachteten Geschäftsmann wird besonders brilliant von Pacino umgesetzt.

Die Atmosphäre ist mehr als gelungen. Die Person des alten Dons wirkt fast schon mystisch. Das Flair dieser Zeit wird perfekt eingefangen, was dem Film eine unwahrscheinliche Authenzität verleiht. Die gelungene Eingliederung in die Weltgeschichte trägt ihren Teil zur Authenzitätssteigerung bei.

Das Theme dieses Films zaubert einem wahrlich Gänsehaut. Auch sonst ist die Mischung aus Jazz, Blues und Swing mehr als gelungen in den einzelnen Szenen implementiert.

"Der Pate" gehört zweifelsfrei zu den besten Filmen, die ich je gesehen habe. Selten habe ich eine Story so gefesselt verfolgt. Dieser Film ist ein absoluter Meilenstein. Ich würde ihm fast die Höchstwertung geben, wäre da nicht der nach meinem Ermessen noch bessere zweite Teil. 9 / 10


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