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Psycho (1960)
Eine Kritik von s. lasher (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 14.03.2010, seitdem 233 Mal gelesen
"Der beste Freund des Mann ist seine Mutter!"
Dieses Zitat aus Hitchcocks "Psycho" beschreibt ein wesentliches Motiv seiner Filme, welches in vielen seiner Werke auftaucht: Die Frau!
In "Psycho" finden wir zunächst einmal das Motiv der starken, emanzipierten Frau, die ein Verhältnis mit einem verheirateten Mann hat, alleinstehehnd ist und sich wagt, einen hohen Geldbetrag zu veruntreuen. Ähnlich stark emazipierte Frauen finden wir bspw. auch in "Die Vögel" oder "Das Fenster zum Hof".
Das übermächtige Mutter-Motiv lässt sich ebenfalls durch Hitchcocks Schaffen beobachten, in "Psycho" findet es jedoch seinen Höhepunkt!
Und weitere, hitchcocktypische Elemente dürfen auf keinen Fall fehlen. Hier sei der Voyourismus und generell Hitchcocks Liebe zur Überlänge (knapp 2Std. waren 1960 schon ziemlich lang!).
Technisch und szenisch zeigt der Regisseur in "Psycho" all sein Können, seine kräftigen Bilder werden durch einen genialen Score untermalt, der massiv die Suspense verstärkt.
Gut platziert wirken auch die Szenen, in denen Dialoge aus dem Off die geschichte vorantreiben und parallele Geschehnisse darstellen.
Hitchcock schuf mit "Psycho" einen Meilenstein des Horrorfilms und der Suspense, mit dem Bates-Motel einen der berühmtesten Mordschauplätze der Filmgeschichte und hat sich mit der Duschszene unsterblich gemacht! Bravo!
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