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True Lies - Wahre Lügen (1994)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 8 / 10)
eingetragen am 30.08.2002, seitdem 1145 Mal gelesen



Geheimagent Harry Tasker (Arnold Schwarzenegger) ist ein Meister seines Fachs. Privat allerdings kriselt es: Seine Tochter hält nicht allzu viel von ihm und seine Frau Helen (Jamie Lee Curtis) ist eine gelangweilte Hausfrau, für die Harry viel zu wenig Zeit hat. Als er Helen auch einmal ein Abenteuer bieten möchte, geraten die beiden unvorhergesehen in die Hände von Terroristen aus Nahost. Sie haben Pläne, eine Atombombe in einer amerikanischen Großstadt zu zünden. Harry weiß das natürlich zu verhindern...

Von Beginn an ist klar, dass den Zuschauer hier eine Actiongranate erster Güte serviert wird. Harry Tasker ist ein Geheimagent im Auftrag der amerikanischen Regierung. Er versteht was von seinem Fach, allerdings sind seine Methoden sehr hart und eigenwillig, zum Ärger seiner Kollegen und seines Chefs. Der Anfang wurde sehr stimmungsvoll in Szene gesetzt: Zu den Klängen berühmter klassischer Musik darf Arnie seine Tanz- und Tangokünste unter Beweis stellen. Zusammen mit der höchst attraktiven Tia Carrere als Tanzpartnerin ergibt sich ein wunderbares Bild. Aber schon kurz darauf wird Tasker enttarnt, er muss flüchten und hinterlässt einige Leichen. Eine starke Verfolgungsjagd zum Auftakt wird auch geboten.

Der weitere Storyverlauf beschränkt sich daraufhin in erster Linie auf Harrys Privatleben. Dadurch kommt zwar die Action ein bisschen kürzer, dafür haben diese Passagen viele Lacher zu bieten. Herrlich sind die Dialoge zwischen Schwarzenegger und Tom Arnold, als die beiden Helens angeblichen Lover Simon beschatten. Tom Arnold lässt haufenweise zynische Sprüche los, worauf Schwarzenegger meistens mit Minenspielen kontert, die wohl nur er so grimmig hinbekommen kann. Tatsächlich verwandelt sich "True Lies" hier in eine reine Komödie, die jedoch nie an Spannung verliert und minutenweiße Lachanfälle garantiert.

Bald darauf werden jedoch Harry und Helen entführt und der Film besteht wieder aus reiner Action. Und was für Action! Arnie darf sich wie in seinen besten Zeiten austoben und so ziemlich alles zerstören was herumsteht. Die Shootouts sind perfekt gelungen, genauso wie die Stunts. Dass sich die Glaubwürdigkeit da schon längst irgendwo unter dem Nullpunkt befindet, stört dabei überhaupt nicht. Denn der Fun-Faktor steigt ins Unermessliche, wenn Arnie einen Düsenjet fliegt und dabei ganze Horden von Gegnern kaltmacht. Wer auf Materialschlachten steht, der wird in der letzten halben Stunde volle Befriedigung finden.

Arnold Schwarzenegger beweist eindrucksvoll, wie selbstironisch er sein kann. Er ist einfach viel lustiger, wenn er auf hart macht, als wie wenn er witzig sein will, wie etwa in "Twins" oder "Junior". Außerdem nimmt er hier seine eigenen großen Actionerfolge der 80er Jahre augenzwinkernd auf die Schippe. Diverse Oneliner von ihm sind echt zitatwürdig. ("Kannst du mal kurz dein Grinsen da wegnehmen?", "Hey Colonel, wenn ich nicht wüsste, sie wären es, würde ich sagen, sie sind es!") Eine großartige Leistung von ihm in einem seiner besten Filme.
"True Lies" wäre aber bei weitem nicht so lustig ohne Tom Arnolds als Arnies Partner. Mit seinen zynischen Sprüchen wird er schnell zur Sympathiefigur und Dialoge der beiden geben dem Film noch die zusätzliche Würze.
Die restliche Besetzung ist OK. Jamie Lee Curtis bietet Normalform, erwähnenswert auf jeden Fall ihr Tanz im Hotelzimmer.

James Cameron inszenierte mit "True Lies" einen wahnsinnigen Spaß-Film, der actionmäßig wirklich alles aufbietet und keinerlei Wünsche offen lässt. Für Humor ist ebenfalls Bestens gesorgt, nicht zuletzt danke eines herrlich selbstironischen Schwarzeneggers. Leute, die auf Glaubwürdigkeit wert legen, sollten allerdings fern bleiben, denn Realismus ist praktisch nicht vorhanden. Das kümmert mich aber wenig. Ansehen, lachen, einfach nur Spaß haben mit einer der gelungensten Actionkomödien der 90er!


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