|
 |

Ansicht eines Reviews
28 Days Later (2002)
Eine Kritik von Adam Kesher eingetragen am 27.04.2005, seitdem 2557 Mal gelesen
In den 28 Tagen, in denen Jim (Cillian Murphy) im Koma lag, ist seine vertraute Lebenswelt komplett verschwunden. Fast die gesamte Bevölkerung wurde durch ein freigesetztes Virus in reißende Bestien verwandelt, die jedes Opfer in ihresgleichen verwandeln. Zusammen mit drei weiteren Überlebenden schlägt Jim sich zu einer Militärstation durch, in der die Gruppe auf Unterstützung hofft…
Danny Boyles Wiederbelebungsversuch des klassischen Zombiefilms kann anfangs den einen oder anderen atmosphärischen Reiz ausspielen, bleibt im Entwurf aber viel zu weit hinter der Radikalität der offensichtlichen Vorbilder zurück: die moralischen Krisen, in die er seine Protagonisten stürzen will, bleiben harmlos; die Gewaltausbrüche, denen sie von verrohten Überlebenden ausgesetzt sind, werden nur zur Erzeugung äußerer Spannung angedroht, bevor sie stets in letzter Sekunde wieder abgewendet werden; auch die spärlichen Verluste unter den Sympathieträgern sind recht offensichtlich nicht nach erzählerischen Gesichtspunkten gewählt sondern nach gefälligen Verträglichkeitsmustern. Ein zahnloser Streifen, der in sehr viel tiefere Abgründe blickt, als er sich auszuloten traut.
 | "Surprise me!" BETA |
Zur Übersichtsseite des Films Liste aller lokalen Reviews von Adam Kesher
Zurück
 |
 |
|