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28 Days Later (2002)
Eine Kritik von GPunkt (Bewertung des Films: 7/10) eingetragen am 21.10.2009, seitdem 187 Mal gelesen
Regisseur Danny Boyle (Trainspotting) beschert uns, laut Covertext der DVD von 20th Century Fox, den Schocker des Jahres. Ein bisschen weniger Marktschreierei hätte sicher nicht geschadet, denn so werden viele enttäuscht, da dies auf einen brutalen Reisser hindeutet. Die Geschichte welche sich zuweilen an Klassikern wie George A. Romeros „The Crazies“ und „Day of the Dead“ (Der Infizierte Gefangene der zu Studienzwecken am Leben gelassen wird, zeigt dies deutlich). Natürlich kann der vorliegende Streifen nicht die Intensität seiner Vorbilder erreichen, dazu ist er zu sehr Popcorn-Kino. Das heisst, die Zombies sind mehr im Hintergrund und eigentlich mehr Beiwerk, obwohl sie optisch sehr gut rüberkommen. Danny Boyle hat sich mehr auf die
Geschichte der Charaktere konzentriert und die für’s Genre üblichen plakativen Schockeffekte auf ein Minimum reduziert. Manchmal gleitet die Geschichte auch gen Drama ab, was jedoch nicht schadet. Die eingeflochtene Liebesgeschichte zwischen den beiden Hauptdarstellern, wird glücklicherweise nicht zu sehr ausgeschlachtet, sondern gleitet nebenbei leise dahin, ohne dass das Hauptaugenmerk darauf gerichtet wird, und somit nicht wie z.B. in „Outbreak – Lautlose Killer“ die beklemmende Atmosphäre zerstört wird. Die Darsteller spielen ihre Rollen Glaubhaft und mit viel Entusiasmus. Hierbei ist vor allem die Figur von Frank, glänzend verkörpert durch Brendan Gleeson, hervorzuheben. Alles in Allem ein Film, der glaubhaft aufzeigt wie schwer es ist in Extremsituationen Mensch zu bleiben und nicht zur Bestie zu mutieren.
Score: 7
Härte: 4
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