Eine Kritik von Da Psycho eingetragen am 22.06.2003, seitdem 324 Mal gelesen
ACHTUNG: Leichte bis mittlere Spolier
Man liest und hört ja viele gegenteilige Meinungen über "28 Days Later". Deswegen war ich auch besonders gespannt eben diesen Film zu Gesicht zu bekommen und mir meine eigene Meinung bilden zu dürfen, die ich hier mal kund tun werde:
Es war ja eigentlich mal wieder an der Zeit ein Thema über eine ausgebrochene Seuche und deren apokalyptische Auswirkungen abzudrehen. Die Idee an sich gefiel mir auch ganz gut und die Umsetzung kann überzeugen. Das stilistische Mittel der Abfilmung mit digitalen Kameras passt wie die Faus aufs Auge.
Die Story bleibt bis gegen Schluss auf einem konstanten Level die keine Langeweile aufkommen lässt und sehr ansprechend durch einiges an Abwechslung ist. So weit gibt es nichts auszusetzen daran.
Was mich allerdings etwas gestört war der Storyverlauf am Schluss, als die Soldaten ihrem Verlangen nach einer Frau um alles in der Welt nachgehen wollten und das alles etwas eskaliert ist. Hat überhaupt nicht reingepasst wie ich finde und hat einiges von der beklemmenden Atmosphäre zerstört.
Irgendwie haben mir am Schluss aber auch noch die Einzelheiten gefehlt: Wie schaute das denn nun aus, das nur England unter Quarantäne gestellt wurde? Wie geht es mit den drei Überlebenden weiter? usw.
Ein ziemlich abruptes Ende wie ich finde. Als hätte die Zeit nicht ganz ausgereicht um ein aufklärendes Ende zu drehen oder vielleicht aber auch eine Anspielung auf einen eventuellen 2ten Teil, was ich persönlich weniger glaube...
Dennoch hat mir der Film im Großen und Ganzen gefallen und ich würde auch nicht davor zurückschrecken ihn ein zweites Mal anzusehen. Vielleicht bin ich auch einfach mit einer zu großen Erwartung an diesen Film herangetreten...
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