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28 Days Later (2002)
Eine Kritik von Flocke (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 02.07.2003, seitdem 322 Mal gelesen
„28 Days Later“ ja was soll man von so einem Titel erwarten, der Trailer verriet nicht viel. Also entschloss ich mich den Film im Kino zu sehen und was soll ich sagen, Top.
Der Film spielt in England. Dieses (eventuell auch ein Grossteil der Welt) wurde von einer Seuche heimgesucht und wird nun von den Kranken, die zu einer Art Zombies mutieren, heimgesucht. Die Zombies machen Jagd auf Menschen und beißen ihre Opfer, die sich kurz darauf auch in Zombies verwandeln.
Die Protagonisten sind einige der wenigen, gesunden Menschen und versuchen zu einem Militärstützpunkt zu kommen.
Auf dem Weg dort hin, treffen sie natürlich auf etliche Gefahren.
Der Militärstützpunkt entpuppt sich als kleine Bastion und die Soldaten als skrupellose Vergewaltiger.
Der Film zeigt uns, dass diese Seuche mit einer Art Sintflut gleichzusetzen ist, die die Welt von dem Bösen reinigt.
Dies wird besonders hervorgehoben, als der Protagonist gegen die Soldaten kämpft und praktisch nur die „Feinde“ überwinden kann, wenn er selbst sich wie die Seuche verhält.
Er kämpft wie einer der Zombies und gerät in eine Art Blutrausch.
Er nutzt sogar die Zombies, um seine Feinde zu bekämpfen.
Die Kamera zeigt zu Beginn oft die leeren Straßen, von Dächern aus gefilmt, in verschiedenen Winkeln, in einer fixen Kameraperspektive, die schon fast an eine Webcam auf einem Marktplatz erinnert.
Es gibt einige impressionistische und auch expressionistische Einstellungen wie z.B. ein Feld was sich in verschiedenen Farben verwischt und im Hintergrund klar das „Fluchtauto“ der Darsteller zeigt. An anderer Stelle wird das Bild verkörnt und wird fast in Schwarzweiß gezeigt. Die Kamerafahrten sind insgesamt gesehen sehr poetisch.
Leider weist der Film in einer Szene sehr grobe Filmfehler auf.
Auf der Terrasse des Landsitzes, auf dem sich die Soldaten verschanzt haben, sind an einer Stelle die Scheinwerfer der Autos einer stark befahrene Autobahn zu sehen und kurz danach, können wir 4-mal den schwarzen Puschel des Mikrofons bewundern, der von oben ins Bild kommt.
Als Fazit muss ich sagen, dass der Film mir sehr gut gefallen hat und kann ihn nur weiterempfehlen. Er ist einer der wenigen Filme der letzten Zeit, dieses Genres (Thriller, Horror) der mit einer echten Message daherkommt.
Leider werden einige Kinobesucher nicht der Meinung sein, da sie die düstere, etwas existenzialistische Stimmung dieses Filmes nicht schätzen können, sie werden auch mit der experimentierfreudigen Kamera nichts anfangen können und sich lieber in einen der seichten Komödien und noch seichteren „Autofilme“ stürzen, die zur Zeit laufen.
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