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Titanic (1997)

Eine Kritik von Sam Ace Rothstein (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 06.01.2007, seitdem 389 Mal gelesen



Bereits im Vorfeld als der Film des Jahres dargestellt und für zahlreiche Oscars nominiert,gewann Titanic tatsächlich elf Oscars, avancierte zum erfolgreichsten Film aller Zeiten.Sieht man mal von dem grandios inszenierten Untergang der Titanic und der erstklassigen Dramaturgie ab, handelt es sich eigentlich nur um eine simple Liebesgeschichte, die in das Gewand des großen Schiffuntergangs gepackt ist. Der Film spielt in zwei Zeitebenen:Dem Jahr 1912, dem Jahr des Unglücks, und dem Heute. In beiden Episoden heißt der Hauptcharakter Rose Bucater, eine Überlebende des Untergangs. Mit ihr fängt der Film an, und mit ihr endet er. Nur selten schwenkt die Kamera in die heutige Zeit. Die meiste Zeit befinden wir uns auf der Titanic, die alte Rose erzählt, während die junge Rose im Mittelpunkt der Kameras steht. Doch nun mal zur eigentlichen Geschichte: Der von Leonardo di Caprio verkörperte Jack Dawson ist ein junger Spieler aus ärmlichen Verhältnissen, die Fahrkarte hat er sich erspielt. Rose Bucater, von Kate Winslet dargestellt, ist eine junge Dame aus nobelsten Kreisen, die nach dem Tod des Vaters allerdings einem Schuldenbergs ausgesetzt sind. Während Jack in Amerika das große Glück sucht, hat die verwöhnte Rose wenig Lust, sich den Strapazen einer derartigen Reise auszusetzen. An Bord kommen sich die beiden, wie sollte es anders sein, näher. Rose, fasziniert von Jack, ist allerdings dem Problem ausgesetzt, dass sie verlobt wurde, mit dem reichen Millionär Cal, von Billy Zane absolut hervorragend gespielt. Der über drei Stunden lange Film erzählt fast zwei Stunden von den Geschehnissen an Bord, einzig auf die Liebegeschichte zwischen Jack und Rose fixiert.Doch dann, der Stoß gegen den Eisberg. James Cameron schafft es, die Geschehnisse dramatisch in Szene zu setzen. Der Untergang der Titanic wirkt hautnah und sehr realistisch - endet in einer Tragödie. Der Moment, in dem der Bug des Schiffs senkrecht im Strudel von Wassermassen und Menschenmengen versinkt, ist der Höhepunkt des Films.Cameron gelingt es allerdings nicht, den Film ohne unzählige Hollywood-Klischees auf die Leinwand zu bringen. Die Liebesgeschichte zum Beispiel ist sehr klischeehaft und vorhersehbar, wie erwartet. Doch dank beeindruckender Bilder, einem gelungenen Soundtrack und der wahren Begebenheit hat Titanic eine sehr gelungene Atmosphäre. Man kann dem Film Mainstream & Hollywood-Klischees vorwerfen, aber die grandiose Atmosphäre und das enorm spannende Ende gleicht sehr Vieles wieder aus.Auch die Tatsache, dass der Film trotz seiner fast zweihundert Minuten nie langweilt, spricht eindeutig für Camerons Werk, dessen Oscars auf jeden Fall verdient sind.Auch nach vielfachem Sehen des Filmes gefällt und beeindruckt er immer noch.
9 / 10


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