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Ansicht eines Reviews
Sweet Home Alabama - Liebe auf Umwegen (2002)
Eine Kritik von Schlombie (Bewertung des Films: 5/10) eingetragen am 28.03.2010, seitdem 117 Mal gelesen
In der Theorie scheint die Rezeptur des Filmes zu stimmen. Wir haben mit Reese Witherspoon, Patrick Dempsey und Ethan Embry eine sympathische Besetzung. Eine Karrierefrau wird zu alten Werten zurückgeführt, das klingt auch gut. Und ein Ex-Ehemann, der sich partout nicht scheiden lassen will, das klingt witzig. Leider sympathisiert man mit dem Mann, der am Ende leer ausgeht, mehr als mit der wahren Liebe der Heldin. Einen nachvollziehbarer Grund ins alte, ländliche Leben zurückkehren zu wollen, will sich nicht ergeben, obwohl es da viele Möglichkeiten für das Drehbuch gegeben hätte. Eine Szene vor einem Hundegrab beleidigt das Gefühlsleben und den Stolz des Zuschauers. Und die böse zukünftige Schwiegermutter für sich allein ist bereits ein nerviges Klischee, dass sie aber auch noch Bürgermeisterin von New York ist, setzt dem ganzen noch die Krone auf. Am schwierigsten ist es für den Normalbürger jedoch sich in das Herzschmerzleben verwöhnter Reicher hineinzufühlen, bzw. in solche Menschen, die gerne dazu gehören würden. Dass der Film nicht die Position der Normalbürger einnimmt, wie er versucht vorzuheucheln, beweist er spätestens in jener Szene, in welcher er erwartet es wäre lustiger wenn ein reicher Promi einen Sessel mit Nebenwirkung ausprobiert, als wenn dies zuvor der Heldin passiert.
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