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Irreversibel (2002)
Eine Kritik von Dennis O. (Bewertung des Films: 10/10) eingetragen am 03.09.2002, seitdem 943 Mal gelesen
Spoiler inside!
Wer angesichts der Erzählstruktur "von hinten nach vorne" bei "Irréversible" eine "Memento"-Kopie erwartet, der irrt gewaltig. Tatsächlich ist "Irréversible" ein unglaublich harter, brutaler und verstörender Horrortrip, dessen Grausamkeit aus seiner Authenzität resultiert. Der Film beginnt (=die Geschichte endet) mit unfassbaren Gewaltexzessen und zeigt dann die harmlos-schöne Vorgeschichte. Doch der Zuschauer kann bei diesen Bildern keine Erleichterung verspüren, er kann nicht zur Ruhe kommen, er sieht statt Schönheit und Glück nur Verderben und Tod - denn er weiß, wie alles ausgeht. Die Zeit zerstört alles, und das irreversibel, nie mehr umkehrbar. "Irréversible" führt uns diese Tatsache so schonungslos brutal vor Augen, dass wir uns angesichts soviel geballter, kompromissloser Realität angewidert abwenden.
"Irréversible" ist ein Film, der das Leben des Zuschauers verändern kann und sein Bewusstsein für Dekadenz und Verfall sensibilisiert. Insofern nur psychisch starken Menschen zu empfehlen.
"Time destructs everything."
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