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Chaos Factor (2000)
Eine Kritik von Blade Runner (Bewertung des Films: 4/10) eingetragen am 18.10.2003, seitdem 352 Mal gelesen
„The Chaos Factor“ ist ein Produkt der B-Movie-Schmiede „PM Entertainment“ und hat mit Antonio Sabato Jr. und Fred Ward immerhin zwei bekanntere Schauspieler zu bieten. Wie wir aus etlichen, meist schlechten Vietnamfilmen wissen, haben die Amis in Vietnam auch viel unmenschlichen Mist verzapft und so wundert es uns auch kaum, dass in der Eingangssequenz ein Lager abgefackelt wird, in dem neben Vietnamesen auch amerikanische Soldaten dahinvegetieren, da der sadistische Lagerchef, welcher am liebsten den Leichengeruch von lebendig verbrannten Gefangener schnuppert und diese mit neusten Kampfstoffen malträtiert. Da aber der Wind einmal ungünstig stand und das ganze Lager verseucht ist, fackelt man es ab und schickt einen Hubschrauber zur Flächenrodung vorbei.
Etliche Jahre später stößt der Minenexperte Jack Poynt (Antonio Sabato Jr.) in Vietnam ausgerechnet auf das Tagebuch eines damals getöteten U.S. Soldaten, der das Geschehene, bevor er starb, fein säuberlich dokumentierte. Klar, dass er da neugierig wird und zu ermitteln beginnt…
Auch wenn der Plot nichts wirklich Innovatives anzubieten hat, gelang Terry Cunnigham doch immerhin eine für B-Movie-Verhältnisse professionelle Inszenierung, die nur ein Manko besitzt: Aufgrund des begrenzten Budgets wurden die spektakulärsten Szenen aus Filmen wie „Rambo“, „Zum Töten freigegeben“ und „Species“ entliehen, um selbst Geld zu sparen. Das ist für den Zuschauer nicht nur ärgerlich, weil es deutlich zu sehen ist, sondern trübt gleichzeitig den Filmspaß enorm.
Dabei zeigt der Regisseur durchaus, dass er selbst die Fähigkeit besitzt, Action zu inszenieren und zusätzlich ein Auge für attraktive Kamerafahrten besitzt. Zu Beginn gibt es in einem Minenfeld ein nettes Gefecht mit Rebellen, bei der nur das übertriebene Dauerfeuern bei begrenzter Munition und die Idee auf alle Minen zu feuern, um sie auszulösen einen lächerlichen Eindruck hinterlassen.
Leider verflacht der Film aber nach der actionbetonten Anfangsviertelstunde und verkommt zu einem arg langweiligen Militärthriller, den ein paar Schießereien gerade noch so über Wasser halten können, bis es dann zum „hitzigen“ Ende wieder etwas temporeicher wird. Neben einflussreichen Gegnern in höchsten Positionen wird eine mysteriöse Exotin aufgeboten, die dem Helden in den brenzligen Situationen bei Seite steht.
Weitestgehend ist „The Chaos Factor“ aber, in Anbetracht ähnlicher „Werke“, ein besserer Vertreter seines Genres und Niveaus, da er erheblich teurer aussieht, als er ist und der Regisseur weitestgehend ordentliche Arbeit abliefert. Fred Ward kann zwar als Oberbösewicht nicht sonderlich glänzen, doch Antonio Sabato Jr. macht sich als Held ganz passabel, so dass auch dieser Part genügsame Zuschauer zufrieden stellt.
Fazit:
Über weite Strecken ansehbarer B-Actioner, der viele Klischees besitzt und dreist bei anderen Werken zusammenklaut. Schade, dass der Film in der Mitte so einen Durchhänger hat, sind Anfang doch Ende sehr ansehbar. Insgesamt wohl nur was für B-Movie-Fans, oder die, die es werden wollen.
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