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Pate - Teil 3, Der (1990)
Eine Kritik von JahRose (Bewertung des Films: 6/10) eingetragen am 14.12.2006, seitdem 866 Mal gelesen
Zwischen dem zweiten und dritten Teil der Pate Saga liegen 16 Jahre. Natürlich sind die Schauspieler Al Pacino, Diane Keaton, Talia Shire in die Jahre gekommen. Aber das ist auch gut für den Film. Denn Al Pacino mimt den in die Jahre gekommenen Michael Corleone. Michael will dem Verbrechen und seinem ehemaligen Leben den Rücken zukehren und ein neues Leben in der Legalität genießen. Ein Deal mit dem Vatikan soll ihm dabei helfen. Allerdings hat sich Michael Corleone das einfacher vorgestellt, denn er hat die Rechnung ohne die anderen Mafiosi Mitglieder gemacht. Michael Corleone überlebt einen Anschlag und fortan will sein Neffe Vincent (Andy Garcia) Rache gegen die Attentäter. Er vermutet hinter dem Anschlag Don Altobello (Eli Wallach) und Joey Zasa (Joe Mantegna). Prompt killt er Joey Zasa auf offener Straße.
Ganz nebenbei verlieben sich Vincent und Michaels Tochter Mary (Sofia Coppola) ineinander. Michael möchte allerdings seine Tochter von dem Gangstermilieu fernhalten. Da Michael weiß, dass Vincent sein Nachfolge werden will ist Michael bereit ihm seinen Posten zu überlassen, wenn Vincent die Romanze beendet. Vincent willigt schweren Herzens ein.
Erneut ist ein machthungriger Don an der Spitze und führt Krieg gegen seine Widersacher. Diese Lebensweise wird sich knallhart an den Corleones rächen.
Kritik:
Wer den dritten Teil sieht, hat sicherlich schon die ersten beiden gesehen. Und somit kennt man den Großteil der Schauspieler, die hier erscheinen. Aber wo zur Hölle ist TOM HAGEN (Robert Duvall)? Der Consigliere, Berater, Rechtsbeistand und Bruder der in den ersten beiden Teilen eine großartige Rolle gespielt hat. Er wird hier in einem Satz beiläufig erwähnt. Duvall äußerte einmal in der Presse, dass er die Rolle ablehnte, als er erfuhr, dass Pacino, dass vierfache der Summe von ihm bekam. Auf jeden Fall hinterlässt er ein großes Loch und das merkt man, wenn man Harrison (George Hamilton) betrachtet, der Tom Hagen (Robert Duvall) ersetzt hat. Hamilton macht die Sache zwar nicht schlecht, aber er kommt nicht annähernd an Robert Duvalls Charakter Tom Hagen ran.
Weiter finde ich, dass das schauspielerische Niveau seltenüber das Mittelmaß schlägt. Pacinos Spiel wirkt meines Erachtens sehr aufgesetzt. Andy Garcia wirkt für mich wie ein 08/15 Don. Optisch mag er sicherlich in die Rolle des nachfolgenden Don sehr gut passen, aber er überzeugt mich nicht. Klar haben die Schauspieler wie Marlon Brando, De Niro und Al Pacino selbst als Don ein sehr hohen Maßstab gesetzt. Fakt ist für mich, dass für Garcia die Latte zu hoch ist.
Was aber für den Film spricht ist die hervorragende Optik, Filmmusik und natürlich das ausgezeichnete Ende. Und genau am Ende ist es auch wo Pacino mich auch wirklich überzeugt. Ein tragischer Schicksalsschlag zerbricht ihn endgültig.
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